Kinderfest zum Jubiläum des Forum Weingarten e.V.

Der Verein “Forum Weingarten” feierte am 27. September im Mehrgenerationenhaus EBW ein Vierteljahrhundert Quartiersarbeit. Für Kinder und Jugendliche wurde zu diesem Anlass am Nachmittag rund um den Spielturm ein buntes Kinderfest veranstaltet, welches von Sara Sattler, Leiterin der Spieloffensive  – einer Einrichtung des Forum Weingarten -  geplant und mit tatkräftiger Unterstützung von Zukunft W umgesetzt wurde. Großen Andrang gab es an der Hüpfburg, die von der Adolf-Reichwein-Schule aufgestellt und betreut wurde. Das Kinder- und Jugendzentrum Weingarten kam mit dem Weingartner Wägele und baute unter anderem eine Rollenrutsche auf, deren Rollbretter bis zum Abend nicht mehr still standen. Um Milena Vogt vom Nachbarschaftswerk e.V. drängten sich Mädchen und Jungen, die sich schminken ließen und so in einen Tiger, Schmetterling oder Drachen verwandelt wurden. Mit Hilfe zweier Ehrenamtlichen der Spieloffensive und viel Körpereinsatz entstanden in der Schmiede vielerlei kreative Schmuckstücke, welche die Kinder freudestrahlend präsentierten.

Für das leibliche Wohl wurde unter Anleitung der Mitarbeiter der Mobilen Jugendarbeit Weingarten-Ost Stockbrot geröstet, im Backwagen der Backoffensive wurde von Mitarbeitern des Abenteuerspielplatzes leckere Pizza gebacken und die Mädchengruppe der Spieloffensive trug mit Waffeln und Kaffee ebenfalls zum leiblichen Wohl der Gäste bei. Außerdem wurden Karten an Luftballons in den Himmel über Freiburg entsendet, auf denen zuvor Kinder und Jugendliche des Stadtteils den Satz “Ich finde Weingarten schön, weil …” vollendet hatten. Es war für alle ein schöner, bunter und sonniger Samstagnachmittag.

Autorin: Sara Sattler, Leiterin der Spieloffensive

 

 

Ferienpasswoche auf dem Abenteuerspielplatz

Wie in den Jahren zuvor wurde auf dem Abenteuerspielplatz in der letzten Woche der Sommerferien ein vielseitiges Angebot für Kinder organisiert.
Es war eine echte „Kindernetz Weingarten“ – Veranstaltung mit MitarbeiterInnen und -helferInnen (PraktikantInnen, etc.) vom Abenteuerspielplatz, vom Kinder – und Jugendzentrum, von der Spieloffensive und vom Nachbarschaftswerk. Nicht zuletzt durch diese hohe Zahl an Mitwirkenden wurde die Ferienpass-Woche 2014 eine runde Sache: die Stimmung war durchweg gut.

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Die Atmosphäre hatte etwas vom Kinderkunstdorf, bot jedoch durch die  Möglichkeiten des Abenteurerspielplatzes mit dem See und den Tieren ein breiter gefächertes Spektrum an Angeboten: Backen im Holzbackofen und in der Feuerhütte, Stockbrot und wilde Küche wie Pfannkuchen-Backen auf dem offenen Feuer; Schuhdesign: Gestalten mit Gips und Kaninchendraht; Werken mit Ytongstein und Speckstein; Graffiti; Freundschaftsbänder knüpfen; Papierflieger bauen; Schmieden; Hämmern, Sägen und Nageln; Filzen; Stallmeistertreff; Offenes Reiten, Großbrettspiele aus dem Weingartner Wägele und eine Kanutour.

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Am Infostand wurden Kaffee, Getränke und auf dem Abenteuerspielplatz direkt gebackener Kuchen angeboten.
Bis auf den letzten Tag hatten wir großes Glück mit dem Wetter, das sich noch einmal sommerlich zeigte. Am Freitag musste dann das klassische Seifenkistenrennen zum Abschluss wegen Regen leider ausfallen, die Werkstätten liefen dann zum Teil drinnen weiter.
Es gab sehr viel positive Resonanz von Kindern und Eltern aus der ganzen Stadt:

„ Ich finde es toll, dass es hier so viele Freiräume für Kinder gibt. Auch dass es hier so weinig bürokratisch zugeht und so locker und unkompliziert ist. Die Türen sind offen und alle können kommen. Gerade für Weingarten finden wir das gut. Pädagogisch gesehen können die Kinder hier auch Selbstwirksamkeitserfahrungen machen.“  Eltern von Luise

„Wir finden es toll hier auf dem Abi mit den ganzen Angeboten. Schuhdesign-Gipsen macht Spaß.“ die Freundinnen Marlene und Marlene

Auch generationenübergreifend gab es Begeisterung: ein paar Mütter, Väter und Großmütter nahmen gemeinsam mit ihren Kindern und Enkelkindern an den Werkstätten teil.

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Autorin: Milena Vogt, Diplom-Kulturpädagogin, Nachbarschaftswerk e.V.

Milena Vogt

Tänzerische Höchstleistungen

Am Samstag, 26.07. 2014, fand im Kinder- und Jugendzentrum Weingarten die Tanzveranstaltung “connect your energy weingarten” trifft “hiphop for hope” statt. Aufgrund des schlechten Wetters musste die Veranstaltung drinnen stattfinden, anstatt „open air“ im Innenhof, wie ursprünglich geplant.

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Unter Mithilfe von 15 Jugendlichen, die sich am Aufbau, Einlass, Verkauf und beim Aufräumen beteiligten, konnte „connect your energy“ erfolgreich durchgeführt werden. Insgesamt kamen 122 zahlende BesucherInnen und sahen spannende Wettkämpfe und Aufführungen von 49 TänzerInnen in den verschiedenen Tanzstilen (hiphop, popping und breakdance).

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Jay Lin trat mit Gitarrenbegleitung als Sängerin auf und die Showacts Wine Girls, SoulDiers und die Fresh Motion Crew sorgten für Stimmung. Begleitet von den Juroren Huffi, Gianni und Jimmy TeJazz und der Musik von DJ Vunky Lao wurden nach 5 Stunden energiegeladenem und friedlichem Tanzen drei Gewinner gekürt. Den TänzerInnen wurde für ihre sportlichen Höchstleistungen Mineralwasser gratis gestellt.

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An dem Tag waren MitarbeiterInnen von Kinder- und Jugendzentrum, Mobiler Jugendarbeit und der Spieloffensive für die Jugendveranstaltung des Netzwerk „Zukunft W“ im Einsatz.
Durch die Unterstützung der Wilhelm-Oberle-Stiftung konnte das Projekt „hiphop for hope“, eine Initiative für Straßenkinder auf den Phillipinen, gefördert werden.

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Autor: Stefan Glimsche, Leiter des Kinder- und Jugendzentrums Weingarten

Stefan Glimsche

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Im Freiburger Kinder- und Jugendzentrum Weingarten findet am Samstag, den 26.07.2014 zwischen 15 und 21 Uhr zum dritten Mal die Tanzveranstaltung “connect your energy” statt.

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Das Event wird von Jugendlichen für Jugendliche organisiert, um den persönlichen Wert des Tanzens (Selbstbewusstsein, Persönlichkeitsentwicklung etc.) einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Begleitet von MitarbeiterInnen verschiedener Einrichtungen des Netzwerks „Zukunft W“ werben die Jugendlichen auf der Veranstaltung für ein respektvolles und tolerantes Miteinander unterschiedlicher Altersgruppen, Kulturen und Stilen. Es finden Wettbewerbe in verschiedenen Tanzstilen statt (hiphop, popping und breakdance), bei denen sich die Teilnehmenden auf sportliche und faire Weise miteinander messen und gleichzzeitig zeigen, dass Ausgrenzung und Rassismus nicht mit ihrer Lebenswelt zusammenpassen. Begleitend hierzu gibt es die Möglichkeit für Projekte von Jugendlichen Werbung zu machen.

Diesmal soll die Veranstaltung „open air“ im Innenhof des Kinder- und Jugendzentrum Weingarten stattfinden. Eine weitere Idee der Jugendlichen ist, einen eventuellen Überschuss an das Projekt „HipHop for Hope“ aus Freiburg zu spenden. Diese Initiative unterstützt Straßenkinder auf den Phillipinen.

Der Eintritt kostet 3 Euro. Wir hoffen auf viel Sonnenschein und freuen uns auf zahlreiche Besucher!

Autor: Stefan Glimsche, Leiter des Kinder- und Jugendzentrums Weingarten

Stefan Glimsche

 

Zukunft-W beim 24hLauf

Zukunft-W hat sich wieder am Freiburger 24hLauf für Kinderrechte beteiligt, der unter anderem vom Kinderbüro der Stadt Freiburg veranstaltet wird. Der Lauf fand bei zum Teil stürmisch-regnerischem Wetter am 28./29.Juni 2014 im Seeparkstadion statt. Die Aktion verbindet Sport, Spaß und soziales Engagement, trägt die zentralen Themen Kinderrechte und Kinderschutz in die Öffentlichkeit und beschafft Geldmittel für ausgewählte lokale Projekte für Kinder und Jugendliche.

Das Team der Adolf-Reichwein-Schule beim 24hLauf
Das Team der Adolf-Reichwein-Schule beim 24hLauf

Das Team von Zukunft-W hat dieses Jahr 391 Runden gedreht und Spenden in Höhe von 391 € erlaufen. Mit der beantragten Fördersumme wollen wir einen neuen Anhänger zum Spielmobil umrüsten, der auch von PKW gezogen werden kann, was die Benutzung deutlich vereinfacht. Außerdem soll ein Unterstellplatz eingerichtet werden.

Weitere Infos zur Veranstaltung, zu den Ergebnissen und zu den Förderprojekten gibt es auf der Webseite www.24hlauf-freiburg.de

Aktionen zur Kommunal- und Europawahl 2014

Am 25. Mai 2014 finden die Kommunalwahlen und die Europawahl statt. Erstmals dürfen auch die 16- und 17-jährigen Jugendlichen ihre Stimmen zur Gemeinderatswahl abgeben. Damit gibt es in Freiburg über 18.000 Erstwähler zwischen 16 und 22 Jahren!
Wir, die Adolf-Reichwein-Schule und die Kinder- und Jugendeinrichtungen von Zukunft W, haben zu diesem Anlass verschiedene Aktionen organisiert, die das Interesse an den Wahlen wecken sollen, Informationen zum Ablauf geben und zur Auseinandersetzung mit den Wahlprogrammen der verschiedenen Parteien anregen. Auch die Eltern und andere Stadtteilbewohner sollen erreicht werden, denn Weingarten hatte bei der Bundestagswahl 2013 mit 58,6 Prozent stadtweit die geringste Wahlbeteiligung.

Eine der Aktionen ist die Verteilung einer Postkarte, mit dem Titel “ZUKUNFT Wählen”, auf deren Rückseite Gründe für eine Teilnahme an der Wahl notiert werden können. Die Karten werden in der Adolf-Reichwein-Schule und in den anderen Einrichtungen von Zukunft W zum Einsatz kommen und im Stadtteil verteilt. Im Wahllokal des Jugendzentrums können Kinder und Jugendliche ihre Stimme abgeben und so das Wählen erproben und Wahlhemmnisse abbauen. Im Nachbarschaftswerk werden die Wahlen in den Lernfördergruppen und im Projekt Abenteuer Sprache thematisiert. Ebenso im Unterricht der Adolf-Reichwein-Schule. Auf dem Abenteuerspielplatz und den anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit gibt es weitere Wahlaktionen sowie Demokratiespiele, die demokratisches Handeln konkret erfahrbar machen.

Für Erstwähler hat das Jugendbüro Freiburg eine Webseite erstellt, die mit einem Video, kurzen Infoblöcken und einem Quiz alles Wissenswerte zur Gemeinderatswahl thematisiert:

http://16plus.freiburgxtra.de/

Autorin: Janine Böhm, Prozessbegleitung Zukunft W

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Die Spieloffensive erneuert ihr Basketball-Feld

An einem sonnigen Mittwoch haben sich zahlreiche große und kleine Helfer vor dem Spielturm getroffen. Sonst findet hier mittwochs immer Arnos Holzwerkstatt regen Zuspruch. Heute stand jedoch eine andere Aktion auf dem Programm: Das Basketball-Feld vor dem Spielturm sollte wieder spieltauglich werden – neue Linien und Markierungen mussten her!
Werkstatt-Chef Arno leitete uns zunächst dabei an, wie man die Ränder der Linien mit Klebeband markiert. Bögen und Kreise wurden mit Hilfe einer Holzlatte, die wie ein Zirkel gedreht wurde, vorgezeichnet. Dann kam Farbe ins Spiel und beim Einarbeiten in den Asphalt war Ausdauer mit dem Pinsel gefragt.
Tatkräftig unterstützt wurden wir von den beiden Praktikanten Milan und Felix, bei denen wir uns nochmal herzlich für ihr zweiwöchiges Engagement bedanken.
Alle hatten einen riesen Spaß an der Malaktion bei frühlingshaftem Sonnenschein. Das bunte Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen und macht Lust auf die eine oder andere Runde Streetball!

Was auf dem Foto noch zu sehen ist: Große rot-blaue Parkverbotsschilder haben wir auch wieder aufgemalt. Leider hatten wir in letzter Zeit immer wieder Probleme mit Falschparkern, die unser Spielfeld blockierten. Nun sollte das Parkverbot eigentlich für jeden sichtbar sein!

Autor: Timo Söllner, Student im Praxissemester bei der Spieloffensive

Schlagerstar Carla Graf zu Besuch in der Adolf-Reichwein-Schule

Am 13. Dezember 2013 besuchte uns der Schlagerstar Carla Graf.

Die Schülerinnen und Schüler der 3a konnten sich eine halbe Stunde lang persönlich mit dem Star unterhalten, anschließend lauschten die 360 Kinder den Liedern der Sängerin in der Aula. Ein unvergesslicher Moment für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und auch für unseren Star Carla Graf!

Autor: Johannes Schubert, Adolf-Reichwein-Schule

Create your Future – Gestalte deine Zukunft

In Kürze startet das Projekt „Create your Future“, das die Mobile Jugendarbeit Weingarten-Ost in Zusammenarbeit mit dem Büro für Migration und Integration umsetzt.

Das Ziel des Projekts ist, Weingartner Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Alter von 13 bis 18 Jahren Wege aufzuzeigen, ihre Talente, Fähigkeiten und Interessen zu nutzen und weiterzuentwickeln. „Create your Future“ setzt bei den Stärken der Jugendlichen an, nicht bei den Schwächen.

Dabei werden die Jugendlichen von jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund begleitet. Zusammen bilden sie ein Tandem, das sich regelmäßig trifft und etwa ein Jahr lang zusammen an einem gemeinsamen Thema arbeitet. Fast alles ist hier möglich. Ob sich das Tandem mit Kunst, Musik, Handwerk, Technik, Sprache, Sport oder etwas völlig anderem beschäftigt, entscheiden die Bedürfnisse, Interessen und Ideen des Jugendlichen.

Neben den Tandems gibt es auch die Möglichkeit etwas in der Gruppe zu erarbeiten. In diesem Rahmen können beispielsweise Medienprojekte, wie zum Beispiel eine Jugendzeitung oder eine Homepage, umgesetzt werden.

Am Samstag, den 18.01.14 und am Samstag, den 25.01.14, finden die Auftaktveranstaltungen zu „Create your Future“ statt, um die Jugendlichen in Weingarten über das Projekt zu informieren und vielleicht schon den ein oder anderen Teilnehmer zu gewinnen.
Die Veranstaltungen sind geschlechtergetrennt aufgebaut, die Veranstaltung am 18.01. ist nur für Mädchen und junge Frauen im Alter von 13- 27 Jahren, die Veranstaltung am 25.01. nur für Jungs und junge Männer in derselben Altersgruppe. Es gibt Auftritte und etwas zu Essen, der Eintritt ist kostenlos.

Mehr Infos zum Projekt und zu den Veranstaltungen finden sich auf der Homepage: www.create-your-future.info

 

Autorin: Tamara Mrad, Mobile Jugendarbeit Weingarten-Ost

Allgemeine Sozialberatung – Eine Unterstützung von Eltern für gelingende Bildungslaufbahnen?!

Im Stadtteil Weingarten leben ca. 10.000 Bewohner aus über 80 Nationen. 51 % der Einwohner Weingartens haben einen Migrationshintergrund. Viele Familien im Stadtteil Weingarten leben von Transferleistungen und/oder haben Arbeitsstellen im Niedriglohnsektor. Sie müssen mit sehr knapp bemessenen finanziellen Mitteln den Lebensunterhalt bestreiten. Die immer komplexeren Zusammenhänge zwischen den einzelnen Behörden und Ämtern bei der Sicherung des Lebensunterhalts überfordern viele Menschen. Bei Menschen mit Migrationshintergrund kommen noch Sprachschwierigkeiten, Unkenntnis und/oder Berührungsängste hinzu. Es werden gesetzliche Ansprüche nicht gelten gemacht oder fehlerhafte Bescheide nicht erkannt. Die finanziellen Spielräume werden unter Umständen noch geringer.

Diese schwierigen finanziellen Lebensumstände beeinflussen gerade auch Kinder und deren Entwicklung. Der alltägliche Kampf der Eltern um die Existenzsicherung der Familie nimmt viel Zeit und Kraft in Anspruch. Den Bedürfnissen der Kinder bei der besonders wichtigen Grundschulentwicklung können diese Eltern häufig nicht in vollem Umfang Genüge leisten. Kinder aus sozial schwachen Familien haben weniger Chancen auf einen höheren Bildungsabschluss, wie die Pisa Studie 2007 deutlich gezeigt hat. Aus Sicht der Allgemeinen Sozialberatung ist einer der Gründe eine regelmäßige Überforderung der Eltern bei der Existenzsicherung.

Aufgrund dieser Ausgangslage haben die Fachkräfte des Nachbarschaftswerk das bereits bestehende Tätigkeitsfeld Sozialberatung in das Konzept „Lernen im Quartier“ in einem ganzheitlichen Sinne integriert, um die Bildungschancen von sozialbenachteiligten Kindern im Stadtteil zu erhöhen.  Zentral steht dabei der Gedanke im Mittelpunkt, dass eine Unterstützung und Entlastung von Eltern bei der Existenzsicherung auch eine Unterstützung der Kinder durch die Eltern im schulischen Bereich befördern  kann. Hierzu sind notwendige niedrigschwellige Zugänge von regelmäßigen offenen Sprechstunde über Hausbesuche bis zu Informationsvorträgen zum Thema Sozialrecht an der Adolf Reichwein Grundschule geschaffen worden.

Ziel der Allgemeinen Sozialberatung ist es, Eltern bei der komplexen und oft den Alltag bestimmenden Existenzsicherung zu beraten und zu unterstützen, damit Eltern die notwendigen zeitlichen Ressourcen und gedanklichen Kapazitäten zu Verfügung stehen, sich der schulischen Entwicklung der Kinder entsprechend den Bedürfnissen widmen zu können.

In der Allgemeinen Sozialberatung stehen alltagspraktische Anliegen der Menschen zur Existenzsicherung, wie
- Fragen zu Sozialgesetzen: SGB II, SGB XII (ALG II, Grundsicherung)
- Fragen zu Wohngeld, Kinderzuschlag, Kindergeld, Elterngeld
- Fragen bei Überschuldung, Pfändungen, Eidesstattlichen Erklärungen
- Fragen bei Umzug, Wohnungssuche, Stromabschlagszahlungen
- Ausfüllhilfen bei unterschiedlichsten Formularen und Anträge
- Fragen zu Gesundheit, Krankenkassen, Kurbeantragung
- Fragen Aufenthaltsstatus bei Menschen mit Migrationshintergrund
im Vordergrund.  Häufig sind die Anliegen komplexe Fragenstellungen die aus
einem Mix  aus obengenannten Fragen bestehen.
Bei einer länger andauernden Allgemeinen Sozialberatung kann es zu einer tiefergehenden vertrauensvollen Arbeitsbeziehung zwischen KlientInn und BeraterIn kommen. Dadurch werden eventuell auch Erziehungs- und Partnerschaftsprobleme durch den Klienten angesprochen. Hier steht dann die Vermittlung zu anderen Stellen im Vordergrund (Schulsozialarbeit, Erziehungsberatungsstellen, Rechtsanwälten, Sozial- und Jugendamt, Versorgungsamt). Bei allen relevanten Behörden, Ämter und Einrichtungen haben die Fachkräfte der Sozialberatung Kontakte und kennen Ansprechpersonen.

Autor: Dieter Ebernau M.A., Dipl. Sozialpädagoge (FH), Nachbarschaftswerk e.V.

Unser Netz für Kinder und Jugendliche in Weingarten