Kategorie-Archiv: Nachbarschaftswerk

Clowns und Maskentheater beim KinderKunstDorf

Von „spannenden Erlebnissen beim Freiburger Ferienprogramm“, wie Thomas Brenner vom Abenteuerspielplatz im letzten Blog-Beitrag schrieb, haben auch wir etwas zu berichten. Frei nach dem diesjährigen Motto „Kunst – bewegt“ waren wir AkteurInnen vom Kindernetz angefragt worden, ob wir ein Theaterprojekt anbieten könnten.

Ein offenes Theaterangebot, also ohne eine feste Kindergruppe, kann das gut gehen? Im Rahmen der lockeren Atmosphäre des 11. Freiburger KinderKunstDorfes (1.9. bis 5.9.) entschieden wir uns vom Nachbarschaftswerk (Caro, Emily und Milena) für eine Clownstheater-Werkstatt mit drei einfachen Clownstypen: dem kleinen leisen schüchternen, dem großen starken lauten und dem schnellen hektischen Clown.

Als „Türöffner“ für das Clownstheater-Spielen boten wir draußen vor „unserem“ Zirkuszelt eine Masken- und Clowns-Nasen-Bastel-Werkstatt mit Upcycling-Materialien wie Eierkartons und Papptellern an. Mit den selbstgemachten Masken und Nasen sind die Kinder auch stolz über das gesamte Areal des KinderKunstDorfes gelaufen.

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Und über das Selber-Herstellen von Requisiten – kräftig unterstützt von Marius, unserem neuen Bundesfreiwilligendienstler – fand sich jeden Tag eine feste Gruppe für das Theaterspielen zusammen.
Hier kam uns auch das Ferienangebot des Kinder-und Jugendzentrums zugute: Täglich kam von der Gruppe der dort angemeldeten Ferienkinder ein fester Stamm zu uns. Zwei Mädchen, Olivia und Aliya, schrieben sogar noch abends an einer eigenen Clownstheater-Geschichte. Nachdem wir am 1. Tag mit der in den Projekttagen an der Adolf-Reichwein-Schule entstandenen Geschichte „Der Hut mit der Blume“ Clownstheater ausprobiert hatten und auch am Nachmittag im Zirkuszelt eine improvisierte Aufführung vor einem großen Publikum zeigen konnten, kamen beide am nächsten Tag mit ihrer Clowns-Geschichte zu uns: „Der traurige Clown und der Schneemann in Not“, die wir nachmittags präsentieren konnten.

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Auch für unsere kleine Aufführung beim Abschlussfest des KinderKunstDorfes auf der Hauptbühne entwickelten die beiden Autorinnen eine Geschichte: „Die 5 Clowns und die verwirrten Autos“. Die Autos als Requisiten wurden dafür in unserer Masken-Werkstatt gebaut.

Das offene System der Clownstheater-Werkstatt hat viel besser geklappt, als wir im Vorfeld gedacht hatten. Eine Herausforderung für die Kinder war vor allem das große Interesse anderer Kinder bei den Proben – viele wollten zuschauen! Doch sie hatten Spaß in ihren Clowns-Rollen und in ihren mit bunten Tüchern geschmückten „Höhlen“ als Auftrittsorte.

Das nicht kommerzielle Groß-Projekt KinderKunstDorf ist ein großer „Vernetzungspool“, bei dem man als Mitarbeiterin große Freude daran hat, mitzubekommen, was die KollegInnen aus der ganzen Stadt anbieten. Mehrere Kinder kamen auch in der Woche darauf zum Ferienpassangebot auf den Abenteuerspielplatz, bei dem wiederum verschiedene künstlerische und zusätzlich auch erlebnispädagogische Werkstätten angeboten wurden.

Die rund 20 verschiedenen künstlerischen Werkstätten des KinderKunstDorfes, offen für alle Kinder in Freiburg, sind kulturelle Bildung at its best!

Autorin: Milena Vogt, Nachbarschaftswerk e.V.

Milena Vogt

Anti-Aggressivitätstraining im Nachbarschaftswerk

„Wenn mich einer blöd angemacht hat, hab ich auf ihn draufgehauen“.

Der 20 jährige M. hat einen Mann in der Straßenbahn schwer verletzt und wurde dafür zu einer Freiheitstrafe von einem Jahr verurteilt, die  zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zudem  erhielt er die Auflage an einem Anti-Aggressivitätstraining (AAT) teilzunehmen.

Seit Dezember 2010 führt das Nachbarschaftswerk AAT für männliche Jugendliche und Heranwachsende im Alter von 16 bis 21 Jahren durch. Die Jugendlichen haben zumeist mehrfach Gewalttaten begangen und erklären sich in der Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe bereit, an einem AAT  teilzunehmen. Ein Trainingskurs dauert  5 bis 6 Monate und umfasst 16 Einheiten à 3 Stunden. Ein Intensivwochenende, ein Nachtreffen und Einzelgespräche gehören ebenfalls dazu.

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Gewalttätiges Verhalten ergibt sich aus dem Zusammentreffen psychologischer, sozialer und biologischer Risiken, die aufeinander einwirken. Nicht wenige der Teilnehmer haben nicht nur Gewalterfahrungen als Täter sondern auch als Opfer erlebt. M. berichtet, sein Vater habe ihn als Kind mit einem Ledergurt geschlagen – im Keller, wo ihn die Nachbarn nicht hören konnten. M. lernte die Schläge „einzustecken“. Nach der Trennung seiner Eltern wohnte er bei seiner Mutter. Mit ihrem neuen Lebenspartner hatte M. Schwierigkeiten und hielt sich deshalb mehr bei seinen Freunden auf, die ebenfalls „extrem gewaltbereit“ waren. Das Schlimmste war damals für M., vor seinen Kumpels als Opfer oder Feigling dazustehen. Auch in der Schule gab es große Probleme, die schließlich dazu führten, dass  er mit 13 Jahren die Schule wechselte.

„Ein blöder Spruch hat mir genügt, um zuzuschlagen“.

Nach der Gewalttat  in der Straßenbahn war M. einen Monat in Untersuchungshaft – eine schlimme Zeit für ihn. Dann kam er zu uns ins Training. Er war motiviert erfolgreich abzuschließen, da er seine Auflagen erfüllen musste. Er setzte sich intensiv mit seinen Gewalttaten, mit den Auslösern und mit seiner Einstellung zu Gewalt auseinander.

2012-AAT TN_bearbeiten_ Personen, die bei einem Gewaltopfer beteiligt und betroffen sind

Beim Themenblock „Opferempathie“, in dem sich die Kursteilnehmer unter anderm mit den Gefühlen der Opfer auseinandersetzen sollen, referierte ein Gerichtsmediziner über die Folgen von Gewalttaten, und M. erfuhr, welche körperlichen und seelischen Verletzungen sie verursachen können. M. hatte sich zuvor kaum Gedanken über seine Opfer gemacht.  In einem Brief an sein Opfer  zeigte er aufrichtige Reue und Mitgefühl. Der Brief ist obligatorischer Programmpunkt, wird aber nicht versendet.

Bei der Abschlussauswertung meinte M., das Training habe ihm viele Denkanstöße gegeben. Seine Haltung zur Gewalt habe sich zum Positiven verändert und seine Ziele, sich von Gewalt zu distanzieren und zu lernen seine Aggressionen zu beherrschen,  habe er erreicht. Er wisse jetzt, was ihm helfe nicht rückfällig zu werden, dazu gehörten Sport, lesen und sich auf die Ausbildung konzentrieren.

Vier Monate nach dem Training sah ich ihn wieder, um mit ihm seinen Teilnahmebericht durchzusprechen. Er berichtete, er habe bisher keinen Rückfall gehabt und befinde sich auf einem guten persönlichen und beruflichen Werdegang.

Einen kurzen Radiobeitrag über das Anti-Aggressionstraining im Nachbarschaftswerk können Sie hier hören:

Autorin: Renate Matt, Dipl. Sozialarbeiterin (FH), Nachbarschaftswerk e.V.

Renate Matt

Allgemeine Sozialberatung – Eine Unterstützung von Eltern für gelingende Bildungslaufbahnen?!

Im Stadtteil Weingarten leben ca. 10.000 Bewohner aus über 80 Nationen. 51 % der Einwohner Weingartens haben einen Migrationshintergrund. Viele Familien im Stadtteil Weingarten leben von Transferleistungen und/oder haben Arbeitsstellen im Niedriglohnsektor. Sie müssen mit sehr knapp bemessenen finanziellen Mitteln den Lebensunterhalt bestreiten. Die immer komplexeren Zusammenhänge zwischen den einzelnen Behörden und Ämtern bei der Sicherung des Lebensunterhalts überfordern viele Menschen. Bei Menschen mit Migrationshintergrund kommen noch Sprachschwierigkeiten, Unkenntnis und/oder Berührungsängste hinzu. Es werden gesetzliche Ansprüche nicht gelten gemacht oder fehlerhafte Bescheide nicht erkannt. Die finanziellen Spielräume werden unter Umständen noch geringer.

Diese schwierigen finanziellen Lebensumstände beeinflussen gerade auch Kinder und deren Entwicklung. Der alltägliche Kampf der Eltern um die Existenzsicherung der Familie nimmt viel Zeit und Kraft in Anspruch. Den Bedürfnissen der Kinder bei der besonders wichtigen Grundschulentwicklung können diese Eltern häufig nicht in vollem Umfang Genüge leisten. Kinder aus sozial schwachen Familien haben weniger Chancen auf einen höheren Bildungsabschluss, wie die Pisa Studie 2007 deutlich gezeigt hat. Aus Sicht der Allgemeinen Sozialberatung ist einer der Gründe eine regelmäßige Überforderung der Eltern bei der Existenzsicherung.

Aufgrund dieser Ausgangslage haben die Fachkräfte des Nachbarschaftswerk das bereits bestehende Tätigkeitsfeld Sozialberatung in das Konzept „Lernen im Quartier“ in einem ganzheitlichen Sinne integriert, um die Bildungschancen von sozialbenachteiligten Kindern im Stadtteil zu erhöhen.  Zentral steht dabei der Gedanke im Mittelpunkt, dass eine Unterstützung und Entlastung von Eltern bei der Existenzsicherung auch eine Unterstützung der Kinder durch die Eltern im schulischen Bereich befördern  kann. Hierzu sind notwendige niedrigschwellige Zugänge von regelmäßigen offenen Sprechstunde über Hausbesuche bis zu Informationsvorträgen zum Thema Sozialrecht an der Adolf Reichwein Grundschule geschaffen worden.

Ziel der Allgemeinen Sozialberatung ist es, Eltern bei der komplexen und oft den Alltag bestimmenden Existenzsicherung zu beraten und zu unterstützen, damit Eltern die notwendigen zeitlichen Ressourcen und gedanklichen Kapazitäten zu Verfügung stehen, sich der schulischen Entwicklung der Kinder entsprechend den Bedürfnissen widmen zu können.

In der Allgemeinen Sozialberatung stehen alltagspraktische Anliegen der Menschen zur Existenzsicherung, wie
– Fragen zu Sozialgesetzen: SGB II, SGB XII (ALG II, Grundsicherung)
– Fragen zu Wohngeld, Kinderzuschlag, Kindergeld, Elterngeld
– Fragen bei Überschuldung, Pfändungen, Eidesstattlichen Erklärungen
– Fragen bei Umzug, Wohnungssuche, Stromabschlagszahlungen
– Ausfüllhilfen bei unterschiedlichsten Formularen und Anträge
– Fragen zu Gesundheit, Krankenkassen, Kurbeantragung
– Fragen Aufenthaltsstatus bei Menschen mit Migrationshintergrund
im Vordergrund.  Häufig sind die Anliegen komplexe Fragenstellungen die aus
einem Mix  aus obengenannten Fragen bestehen.
Bei einer länger andauernden Allgemeinen Sozialberatung kann es zu einer tiefergehenden vertrauensvollen Arbeitsbeziehung zwischen KlientInn und BeraterIn kommen. Dadurch werden eventuell auch Erziehungs- und Partnerschaftsprobleme durch den Klienten angesprochen. Hier steht dann die Vermittlung zu anderen Stellen im Vordergrund (Schulsozialarbeit, Erziehungsberatungsstellen, Rechtsanwälten, Sozial- und Jugendamt, Versorgungsamt). Bei allen relevanten Behörden, Ämter und Einrichtungen haben die Fachkräfte der Sozialberatung Kontakte und kennen Ansprechpersonen.

Autor: Dieter Ebernau M.A., Dipl. Sozialpädagoge (FH), Nachbarschaftswerk e.V.

Ferienlerncamp Pfingsten 2013

Auch in diesen Pfingstferien fand wieder ein Ferienlerncamp statt.  Nach dem am Vormittag fleißig Mathe, Deutsch und Englisch geübt wurde und nach einem leckeren gemeinsamen Mittagessen, fanden spannende Nachmittagsaktivitäten statt.  Am Dienstag ging es zur Adlerschanze in Hinterzarten bei der wir nicht nur eine sehr spannenden Führung erhielten, sondern auch noch international erfolgreiche Skispringer wie Martin Schmitt persönlich kennen lernten und in Aktion erleben durften. Am Mittwoch besichtigten wir die Hochkönigsburg im Elsass und die Rheinschleuse bei Marckolsheim. Besonders beieindruckende Ausblicke und Einblicke erhielten die Kinder mit einer guten Führung durch die Burg. Am Donnerstag ging es sehr aufgeregt ins Badeparadies Schwarzwald, wo uns spannende Rutschen und ein tolles Wellenbad erwarten.  Am Freitag ging es in den Abenteuerwald Kenzingen. In drei Stunden wurde so manche Herausforderung gemeistert und Ängste überwunden. Selbst der spektakuläre Power Fan mit Freefall wurde von den meisten Kindern bewältigt.  Im Folgenden noch einige ausgewählte Auszüge aus Camptagebüchern.

Die Adlerschanze von Shan Raja, 12 Jahre

Ich und Egor hatten die Skikleidung von Martin Schmitt an.  Wir sind 124 Treppenstufen hoch gelaufen. Wir haben Autogramme und Fotos bekommen. Die höchste Schanze war 95 Meter hoch. Die mittlere 75 Meter.
Vorher haben wir Verstecken gespielt. Es hat mitgespielt: Egor, Saram, Rene, Karim, Yasmine, Lars und ich.
In einem weißen Raum sitzen die Kameramänner. Die Bambinischanze war 15 Meter groß. Die Jury durfte bis zu 20 Punkten geben. Sie waren zu dritt. Es war toll, Martin Schmitt zu sehen und Sven Hannawald.
The End

Die Adlerschanze von Yasmine Goldschagg, 11 Jahre

Am Morgen haben wir einen Steckbrief über uns gemacht und die Schwester von Efosa Uwa und Helen, die in der Klasse von Efosa ist, saßen mit mir in einer Reihe.
Dann haben wir erst Deutsch gemacht: Karim, Rene und ich. Danach war ich in Mathe bei Teresa. Also Teresa hat mir in Mathe geholfen. Wir haben aber viel mit Taschenrechner gerechnet :-)
Dann gab es zum Essen Spaghetti mit Bolognese und Karim hatte den größten Nachtisch und den größten Teller Spaghetti und dann hat er 5 Löffel gegessen und Karim hat den Nachtisch noch heruntergewürgt. Dann sind wir losgefahren. Egor und Shan saßen vorne. Wir waren bei den Skischanzen und Egor und Shan sammelten Autogramme. Ich machte Fotos. Als wir zurück gefahren sind, saßen Saram und ich vorne und ich hab geschlafen. Dafür konnte ich nachts erst um 11 einschlafen!

Der Ausflug ins Elsass  von Helen Walser, 11 Jahre

Gestern Nachmittag waren wir auf der Königsburg. Da war ein Burgführer, der war Franzose, hat aber Deutsch geredet. Er hat uns erzählt, dass die Burg im Weltkrieg zerstört wurde und dann wieder neu aufgebaut wurde. Der Burgführer hat viel geredet, aber dafür haben wir viel gesehen. Zum Beispiel: ein alter Feuerlöscher aus dem 20. Jahrhundert, eine alte Kamera, die sehr groß war und im Waffensaal haben wir viele Kanonen gesehen. Als die Führung zu Ende war, sind wir wieder aus der Burg raus gegangen und sind noch zum Kiosk gegangen. Bei dem Rhein haben wir noch angehalten und noch ein Schiffshebewerk angeschaut. Und danach sind wir wieder hierher zurück gefahren.

 

Das Schwimmbad von Rene Horst, 13 Jahre

Am Morgen vom Donnerstag mussten wir einen Aufsatz über den Mittwoch schreiben, aber ich konnte nichts schreiben, denn ich war ja im Bogentraining. Als wir fertig waren, gingen wir in die Hausaufgabenzeit. Endlich waren wir alle mit Hausaufgaben fertig und gingen zum Mittagessen. Es gab Hühnchen, Kroketten, Kartoffelecken und Kartoffelsalat, insgesamt alles sehr lecker. Danach fuhren wir nach Titisee-Neustadt. Wir machten eine Art Gruppe, meine war Lars, Karim und ich. Wir fuhren X-Tube und zwar zu dritt in einem Dreierreifen. Ich glaube, wir hatten alle einen sehr tollen Tag, auch Lars fand den Schwimmbadtag sehr toll. Und dann fuhren Karim, Josef und ich auch zu dritt die X-Tube. Josef hat einen auf Pirat gemacht. Karim und ich haben sehr gelacht. Am Ende waren wir alle sehr müde.

Autor: Dieter Ebernau M.A., Dipl. Sozialpädagoge (FH), Nachbarschaftswerk e.V.

„Freiburg miteinander“, Nachbarschaftswerk e.V.

Das „Freiburg miteinander“ vermittelt seit gut 5 Jahren Kinder und Jugendliche in Patenschaften mit engagierten Erwachsenen aus Freiburg. Vor circa 3 Monaten erreichte mich ein Bericht der Patin K.

Liebe Frau Haßler,

als A. und ich uns kennengelernt haben, war er knapp sechs Jahre alt und lebte in einer Welt, die durch die Ängste seiner Mutter sowie seine eigenen unfassbar stark eingeschränkt wurde und die zudem durch seine Sprachschwierigkeiten begrenzt war. Obwohl er in Freiburg geboren wurde, war er noch nie im Freiburger Münster oder in der Stadtbibliothek gewesen. Vor Tieren, anderes aussehenden Menschen und ihm neue Situationen hatte er Angst. Er traute sich nicht, beim Spielplatz im Seepark die Rohrrutsche herunterzugleiten oder beim Schwimmbad ins Wasser zu springen. Mit knapp sechs Jahren hatte er noch nicht die Gelegenheit gehabt, Fahrrad fahren zu lernen oder im Winter die Freude zu erleben mit einem Schlitten den Hang hinunter zu sausen.
Schon am ersten Tag habe ich seine Hemmung mit mir zu sprechen und seine Angst die Rutsche zu besteigen und herunterzukommen überwinden können, indem ich mich selbst durch die kindergroßen Löcher durchgequetscht habe, um nach oben zu kommen, und dann meine eigenen Bedenken überwunden, um herunter zu sausen.
In der Zwischenzeit habe ich ihm geholfen, Fahrrad fahren zu lernen und zu schwimmen.  A., das Kind, das sich am Anfang nicht mal bis zum Knie ins Wasser gewagt hat, springt nun mit Freude vom 3 Meter Brett. Und dabei habe ich sogar meine eigene Abneigung gegenüber Schwimmen—weil das Wasser mir immer zu nass war– abgelegt.
Zusammen haben wir gebacken, Museen besucht, den Aussichtsturm auf dem Schlossberg bestiegen, Basketball, Fußball, und Frisbee gespielt und die Erdmannshöhle in Hasel erlebt. Im Winter haben wir Schneeballschlachten veranstaltet und sind Schlitten gefahren und Schlittschuh gelaufen.  Als wir vor drei Jahren in Hinterzarten zum Schlittenfahren und Zuschauen beim Skisprungtraining waren, war das in vielerlei Hinsicht eine Premiere für A.: zum ersten Mal war er in den Bergen, zum ersten Mal hat er Skispringen gesehen, und zum ersten Mal war er anschließend in einem Restaurant , wo er erlebt hat, wie man sich in einem Restaurant benimmt (Kakao bestellten, am Tisch sich benehmen, und am Ende selbst bezahlen).
Für A. hoffe ich, dass er weiterhin auf  die neu gewonnenen Erkenntnisse und Fähigkeiten, sowie auf sein erweitertes Verständnis der Welt und das Gefühl der Selbstsicherheit aufbauen kann.

Viele Grüße,
K.

Anmerkung: Der Bericht musste aus redaktionellen Gründen gekürzt werden.

 


Autorin: Sylvia Haßler (Diplom-Pädagogin, PH), Projektleiterin „Freiburg miteinander“, Nachbarschaftswerk e.V.

 

Abenteuer mit dem Floß auf dem Nebenrhein

Seit 2008 führt das Nachbarschaftswerk e. V. im Rahmen des Freiburger Ferienpass jeweils zwei ganztägige Floßfahrten auf dem Nebenrhein zwischen Istein und Rheinweiler durch.  Auch in diesem Jahr hat dieses Angebot am 02. Und 03. August wieder mit voller Besetzung stattgefunden.


Mit 20 Kindern zwischen 9 und 13 Jahren fahren wir um 9:00 Uhr mit dem Zug nach Istein. Nach einem kurzen Fußweg zum Rheinufer werden dann direkt am Fluss in zwei Mannschaften die Flöße gebaut. Als Auftriebskörper dienen jeweils zwei 4 Meter lange Pontons, die von den Kindern mit großer Begeisterung aufgepumpt werden. Mit Hilfe von Balken und Brettern wird anschließend eine Plattform zusammengesetzt und mit  den Pontons verbunden.


Nach einer kurzen Einweisung in die Sitzpositionen und die Paddeltechnik auf einem Floß, geht es dann los. Gleich nach den ersten 100 Metern muss eine kleine Stromschnelle bezwungen werden, was durch die Kinder lautstark begleitet wird. Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Kurshalten spielen sich die beiden Mannschaften ein, und die Flöße kommen gut voran. Auf dem Weg flussabwärts wechseln sich Stromschnellen, welche die Aufmerksamkeit der Flößer benötigen, mit ruhigeren Stellen, die sich zum Baden  eignen, ab.


Zur Mittagszeit wird an einer großen Kiesbank direkt am Fluss der Einkehrschwung zum anlanden angewendet. Schnell ist eine Feuerstelle eingerichtet und der Schwenkgrill aufgebaut. Mit Hunger im Bauch werden die mitgebrachten Grillsachen zubereitet und mit großem Appetit verspeist.
Nach einer kurzen Verdauungspause steht, als nächstes Highlight des Tages, Strömungschwimmen an.  Da dies nicht ganz ungefährlich ist, geht dies nur nach einer sorgfältigen Sicherheitseinweisung. Es müssen die besprochen Regeln durch jedes Kind eingehalten werden und es werden besondere Sicherheitsvorkehrungen während der Durchführung getroffen.  Das Strömungschwimmen ist für viele Kinder anfänglich eine Herausforderung, die dann aber regelmäßig alle Kinder mit viel Spaß bewältigen.


Gegen 15:00 Uhr geht es dann mit den Flößen weiter über zwei weiterer Stromschnellen zum Ausstiegspunkt in Rheinweiler. Nach dem die Flöße wieder zerlegt und verpackt sind, fahren wir mit dem Zug zurück nach Freiburg, wo alle dann zufrieden, müde und bereichert durch ein tolles Erlebnis von den Eltern abgeholt werden.

Autor: Dieter Ebernau M.A., Dipl. Sozialpädagoge (FH), Nachbarschaftswerk e.V.

Theater, Clowns und mehr…

… ein Angebot des Nachbarschaftswerks im Rahmen der Projekttage der Adolf-Reichwein-Schule.

Aus dem ganzjährigen Projekt „Abenteuer Sprache“ an der ARS entstand die Idee, aus den Theaterübungen, die dort ins Programm eingebunden sind, mal ein ganz eigenes Projekt zu machen. Erstmals nahmen wir – Katja Eifler und Milena Vogt vom Nachbarschaftswerk – jetzt mit einem Zirkus- und Theaterangebot in der Woche vor den Osterferien an den Projekttagen teil. Unterstützt wurden wir von Anne Hauser und von einer Schülerpraktikantin, die Fotos machte.
Sowohl den 10 teilnehmenden SchülerInnen der 3. und 4. Klasse als auch uns hat es großen Spaß gemacht, uns einmal ganz dem Theaterspielen zu widmen. O-Ton der Kinder: „Wir machten ‚Zirkus’! (…) Auch Theater spielten wir. Wir lernten schon einige Rollen kennen und spielten Tiere. Am schönsten fanden wir, dass es lustig war und lachten viel über die Witze der Clowns.“ (aus der Projektzeitung, die wiederum Ergebnis eines weiteren Projektes war).
Was die Kinder in ihren eigenen Worten beschrieben, waren Elemente aus der Clownerie, aus der Jonglage und aus der sogenannten „Jeux Dramatique“. Zu Beginn jeden Tages machten wir theaterpädagogische Aufwärmübungen und Spiele.


In der „Jeux Dramatique“ ging es dann darum, in die Rollen von Tag- und Nachttieren zu schlüpfen und sich in 4 Kleingruppen mittels vieler Tücher, Tische und Stühle Höhlen zu bauen, die dann unser Bühnenbild wurden.
Bei der Clownerie lernten die Kinder drei Grundtypen kennen: den großen lauten Clown, den hektischen Clown und den kleinen schüchternen Clown. Jedes Kind bekam eine rote Clownsnase, die ihm half, sich in die Rolle zu verwandeln. Sie konnten sich für einen der Clownstypen entscheiden und erste Komik entstand bereits in der Begegnung der verschiedenen Typen. Als Requisiten erhielten sie –saubere- Putz-Utensilien wie Handfeger und Kehrblech, Lappen, Besen, Pömpel.


Und für die Jonglage bauten wir Pois selber: „Das sind Bälle an Schnüren, die man schnell durch die Luft schwingt.“  Verziert wurden die Pois mit bunten Krepppapierbändern. Dazu lernten die Kinder ein paar Pois-Grundschwünge.
Als weitere Gegenstände wurden noch ein Roller, zwei Inliner und ein Hulahoop-Reifen eingesetzt.
Bereits am Ende des ersten Tages entstanden mit den Kindern erste Clown-Szenen-Ideen für die Aufführung am 4. Tag. Schon am 2. Tag konnten die Szenen so weiterentwickelt werden, dass jedes Kind seine 1-2 Szenen hatte, entweder mit Einzelauftritt oder in der Begegnung zu zweit. Getragen wurden sie dabei von der Gruppe: jede Clownsfigur schaute aus ihrer Höhle im Hintergrund heraus und verfolgte das Geschehen im Bühnenvordergrund. Eine groteske Putzkolonne mit allen Beteiligten auf der Bühne bildete den Rahmen für die Einzelauftritte.

Am 3. Tag war das Feilen an den entstandenen witzigen Szenen – inklusive Wiederholungen einer Szene, bis sie sitzt – spürbar auch ein Stück Arbeit. Und der 4. Tag stand ganz im Zeichen der Präsentation vor Publikum. Zur Aufführung kamen dann so viele Kinder, dass leider auch welche weggeschickt werden mussten, weil der Raum an seine Kapazitätsgrenzen stieß. Vor immerhin ca. 50-60 Zuschauern, MitschülerInnen, Eltern, Geschwistern und LehrerInnen wurde „Theater, Clowns und mehr…“ gezeigt.


Als Zugabe machten ein paar DarstellerInnen noch Kopf- oder Handstand. Jedes Kind hat sich in dem Projekt sichtlich engagiert, egal ob „laut“ oder „leise“, je nach gewählter Rolle und Persönlichkeit. Mehrere Kinder sagten, es sollte öfter Projekttage geben.

Autorin: Milena Vogt, Kulturpädagogin, Nachbarschaftswerk

Patenschaftsprojekt „miteinander“, Nachbarschaftswerk e.V.

Im Patenschaftsprojekt  „miteinander“ werden seit Sommer 2007 Patenschaften zwischen Freiburger Kindern und ehrenamtlich engagierten Erwachsenen geknüpft. Ziel ist die individuelle Förderung und Unterstützung von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 4 und 18 Jahren.

Die Patenschaften sind Eins zu Eins angelegt und auf den jeweiligen Bedarf des Kindes/ Jugendlichen ausgerichtet.  Gemeinsame Aktivitäten wie Kochen, ins Kino oder Museum gehen, zusammen für einen Test lernen, miteinander reden, Ausflüge machen sind nur einige Möglichkeiten für die Patenschaftsgestaltung.


Zwischenzeitlich sind langjährige Patenschaften entstanden. Menschen haben zueinander gefunden und die Patenschaften stellen eine Bereicherung für die Beteiligten dar. Sowohl die Kinder, als auch die Paten und Patinnen erhalten Einblicke in andere Lebenswelten; so treffen beispielsweise Menschen mit deutschem, amerikanischem oder französischem Hintergrund auf Menschen mit türkischen, afrikanischen, albanischen Wurzeln. Jung begegnet älter und durch das stadtteilübergreifende Konzept finden Freiburger Kinder und Erwachsene aus den unterschiedlichsten Lebens- und Sozialräumen zueinander.


Über ihre Patenschaft mit N. (Patenjunge) sagt eine Patin: „Dabei lerne auch ich vieles von N. und genau das ist das Schöne an der Patenschaft. Wir lernen beide voneinander, nicht nur was den schulischen Stoff angeht, sondern auch über unsere unterschiedlichen Kulturen und Religionen“.
Die professionelle Anbahnung und Vermittlung, sowie die fachliche Begleitung jeder Patenschaft sind Voraussetzungen für gelingende, fördernde und konstruktive Beziehungen. „Wir lernen jedes Kind, das am Projekt teilnehmen möchte, persönlich bei einem Hausbesuch kennen“, sagt Sylvia Haßler.


Die potentiellen Paten und Patinnen durchlaufen ein Bewerbungsverfahren und werden bei Eignung für dieses Ehrenamt in das Projekt aufgenommen. Regelmäßig nehmen Paten und Patinnen am Erfahrungsaustausch teil und erhalten einmal jährlich eine Fortbildung zu Themen, die sich aus den Patenschaften ergeben.

N. schreibt über seine Patenschaft:

Autorin: Sylvia Haßler, Diplom-Pädagogin (PH), Projektleiterin Patenschaftsprojekt „miteinander“, Nachbarschaftswerk e.V.

Lernen in den Ferien – „Ferienlerncamp“ im Nachbarschaftswerk Haus Weingarten

Nun schon im dritten Jahr findet im Nachbarschaftswerk im Haus Weingarten jeweils eine Woche in den Pfingst- und in den Herbstferien das Ferienlerncamp statt. Hier werden in den Schulferien gezieltes Lernen mit gestalteter Freizeit verbunden. Es treffen sich Viert- bis Siebtklässler aus allen Schularten, von der Förderschule bis zum Gymnasium, um am Vormittag zu büffeln und zu lernen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen geht es dann nachmittags zu Spaß und Action über, es werden Ausflüge gemacht und tolle neue Dinge kennengelernt. Und das Camp ist mittlerweile immer ausgebucht; es gibt eine Warteliste und  der Bedarf ist groß.

Auch in diesen Pfingstferien haben 14 Mädchen und Jungen am interessanten Programm teilgenommen. Was macht es für die Kinder und Jugendlichen so interessant, sogar in den Schulferien freiwillig zu büffeln? „Hier macht das Lernen Spaß“, sagt René (11), „anders als daheim allein.“ Und Kimberly (10) findet, dass man nichts verlernt, wenn man keine Pause macht. Sie ist froh, wenn ihr jemand in Mathe hilft.

Individuell wird in kleinen Gruppen mit intensiver Betreuung auf die Fragen und Lernbedarfe der Kinder eingegangen. Manche Kinder erhalten sogar schon Aufgaben von ihren Lehrern mit ins Ferienlerncamp, die sie dann ganz individuell dort bearbeiten können, um Lücken zu schließen. Dann gibt es mittags immer ein frisch zubereitetes warmes Mittagessen und essen in der Gruppe macht einfach viel mehr Spaß, vor allem, wenn es so gut schmeckt.


Und dann natürlich die Highlights an den Nachmittagen: „die denken sich hier immer gute Sachen aus“ findet Saskia (13), die in die 7. Klasse der Gerhard-Hauptmann-Hauptschule geht. Am ersten Nachmittag in diesen Pfingstferien besuchte die Gruppe den Baumkronenweg in Waldkirch. Ein weiterer Höhepunkt war eine Kanufahrt auf dem dschungelartigen Altrhein.


Unter tiefhängenden Zweigen und über alte umgestürzte Bäume steuerten die Kinder die Kanus durch eine faszinierende Landschaft. Die eine oder andere Spinne wurde dabei aufgefischt, was für einige Kinder und Erwachsene eine echte Herausforderung darstellte.


Es wird nie langweilig bei dem Programm, das sich der verantwortliche Erlebnispädagoge Dieter Ebernau für die Nachmittage ausdenkt. Und Peter Frank, der Leiter der Vormittage im Lerncamp, lässt die Kinder dann immer am darauffolgenden Morgen einen Aufsatz über den Ausflug vom Vortag schreiben, was den Kindern sichtlich Spaß macht. Das ist schon wie ein Ritual und es kommen tolle Berichte dabei heraus – eine tolle Verknüpfung von Spaß und Lernen.
Sogar die Badische Zeitung fand das Lerncamp so interessant, dass sie in diesem Jahr an Pfingsten dabei war und vom Camp berichtet hat.

Autoren:

Peter Frank, Diplom-Pädagoge, Lernfördergrupppen und Ferienlerncamp im Nachbarschaftswerk e.V.

Dieter Ebernau M.A., Diplom Sozialpädagoge (FH), u.a. Ferienlerncamp im Nachbarschaftswerk e.V.

„Verbesserung von Bildungschancen“ – alltägliche individuelle Lernförderung im Nachbarschaftswerk

32 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 – 11 besuchen nachmittags regelmäßig die Lernfördergruppen des Nachbarschaftswerks. Sie kommen momentan aus 7 Nationen und besuchen unterschiedlichste Schularten (Förder-, Haupt-, Realschule und Gymnasium). Gut die Hälfte dieser Schüler gehört der ethnischen Minderheit der Sinti an.

Ergänzend zur Hausaufgabenbegleitung wird  gezielte Unterstützung für Tests, für die Vorbereitung von Referaten, Präsentationen, Hausarbeiten oder für Prüfungen angeboten. Neben den Prüfungsvorbereitungen werden die Schüler auch auf der Suche nach einem Platz an einer weiterführenden Schule oder bei ihrer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz beraten und unterstützt.


Durch die Individuelle Lernförderung – ein weiteres Angebot des Nachbarschaftswerks – wird Schülern gezielt Nachhilfe in Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern gegeben. Eine russische Grundschülerin erhält regelmäßig Unterstützung mit Schwerpunkt Sprachförderung. Ein weiterer Schüler bekommt Unterstützung zur Stabilisierung seines Ausbildungsverhältnisses.
In den Lernfördergruppen stehen die Vermittlung von Lerninhalten, die Aneignung eigener Lernstrukturen sowie die Förderung von eigenständigem, selbstorganisiertem Lernen im Fordergrund. Den Kindern  und Jugendlichen stehen dazu gezielte Lernunterlagen zur Verfügung, wie auch der Zugang zum Computerraum.  Der Kontakt und die Zusammenarbeit mit den Eltern, den Lehrern und den Schulsozialarbeitern, sowie gegebenenfalls mit den Familienhelfern tragen dazu bei, eine bestmögliche Schullaufbahn zu ermöglichen.


Neben den Möglichkeiten zur Verbesserung der schulischen Entwicklung wird ein intensiver interkultureller Austausch ermöglicht und soziale Kompetenz sowie Konfliktfähigkeit durch den täglichen Umgang miteinander gefördert. In dem anschließenden Freizeitangebot können auch Themen, die weit über den schulischen Bereich hinausgehen, zum Tragen kommen und bearbeitet werden.
Die Lernfördergruppen werden unter der Leitung von einem Dipl. Pädagogen und einer Sozialarbeiterin durchgeführt. Sie werden durch Studenten, Praktikanten und Zivildienstleistende unterstützt und finden  jeweils Montags bis Donnerstags von 13.30 – 16.30 Uhr statt.


Als Ergänzung im Rahmen der Angebote zur Verbesserung der Bildungschancen gibt es für Kinder und Jugendliche dann noch die Möglichkeit, sich in den Ferien zum Ferien-Lern-Camp anzumelden um dort vormittags intensiv in Kleingruppen zu üben und zu lernen und am Nachmittag an interessanten, erlebnispädagogisch ausgerichteten Freizeitangeboten teilzunehmen.

Autorin: Katja Eifler, Sozialarbeiterin, Nachbarschaftswerk e.V.