Kategorie-Archiv: Mobile Jugendarbeit

Treff für Teenies in der Spieloffensive

In der Krozinger Straße 80, der Spieloffensive, oder dem „Spielturm“, wie er liebevoll von den Kindern genannt wird, öffnet jeden Dienstag von 17:30 bis 19:30 für die Teenies (11-15 Jahre), die vorwiegend aus dem Stadtteil stammen, die Türen.
Felix Kölle, Mitarbeiter der Mobilen Jugendarbeit, Patricia Miler und Sara Sattler, beide Mitarbeiterinnen der Spieloffensive, planen wöchentlich Angebote, an denen die Jugendlichen teilnehmen können, aber nicht müssen.

Honigschöpfen

Vom Mixen eigener Smoothies bis zum Honigschöpfen, der dann bei Aktionen im Stadtteil verkauft wird, versuchen wir stets die Interessen der Jugendlichen in das Programm aufzunehmen. Die Teeniegruppe wird von zahlreichen Jugendlichen besucht, momentan ist das „Chillen“ in der Sofaecke aber am beliebtesten.

Autorin: Patricia Miler, Mitarbeiterin der Spieloffensive

 

Musikprojekt mit jungen Flüchtlingen: „The Shelter“

„The Shelter“ ist ein Projekt des Diakonievereins Freiburg-Südwest e.V., des Kinder- und Jugendzentrum Weingarten und der Mobilen Jugendarbeit Weingarten-Ost. Es wird für die ersten zwei Jahre von der Baden Württemberg Stiftung „Wir stiften Zukunft“ gefördert.
„The Shelter“  bietet Kindern und Jugendlichen des Flüchtlingswohnheims an der Besanҫonallee und aus dem Stadtteil Weingarten die Möglichkeit, mit Hilfe des Mediums Musik (Gesang, Sprechgesang, Musizieren, Komposition und Tanz) und der szenischen Bearbeitung (Fotografie und Videografie), Kontakte zu Kindern und Jugendlichen im Quartier zu knüpfen, sich zu begegnen, auszutauschen und gemeinsam aktiv zu werden.

Die aufsuchende Arbeit ermöglicht erste Kontakte zu den Flüchtlingen. Durch ein, von den Institutionen vor Ort ausgerichtetes Begrüßungsfest, können sich Flüchtlinge, Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Weingarten, junge Erwachsene, Jugendliche und Kinder in einem zwanglosen Rahmen kennenlernen. Durch Aufführungen von Kindern und Jugendlichen aus dem Quartier, wird das Medium des Projekts, die Musik, vorgestellt. Schwerpunkte hierbei werden Hip-Hop, Rap, Street- und Breakdance sein.

Im Verlauf des Projekts werden Workshops zu folgenden Themen angeboten:

  • Aufnehmen von „Beats“
  • Kennenlernen von Instrumenten und Kompositionen der Songstrukturen
  • Songwriting mit biographischen Aspekten
  • Songproduktion
  • Studioaufnahme
  • Layout, Covergestaltung
  • Tanzgruppen
  • Fotografische und filmische Begleitung/Dokumentation

Die Workshops sind prozessorientiert ausgelegt und chronologisch nicht festgelegt. Die  begleitende fotografische und filmische Dokumentation wird von den Jugendlichen selbst erarbeitet.

Autor: Matthias Weiß (Dipl. Soz.arb), Kinder- und Jugendzentrum Weingarten

Sonne und Wind bringen Strom

Eine Gruppe engagierter Jugendlicher hat vor kurzem unter Anleitung von Rolf (von Solare Zukunft e.V.) und tatkräftiger Hilfe der sozialpädagogischen Fachkräften den ersten Teil des Energieparks an der Ökologischen Anlaufstelle fertiggestellt.IMGP4322

Dort dreht sich nun ein schickes Windrad und liefert zusammen mit der Photovoltaik-Paneele Strom, welcher gespeichert wird oder direkt genutzt werden kann. In den folgenden Monaten sollen noch ein weiteres Windrad (mit vertikaler Achse, ein sogenannter Savonius-Rotor), ein Wasserrad sowie ein Fahrrad zum Strom erzeugen dazu kommen.

Natürlich stellt sich auch die Frage wie der Strom genutzt werden kann. Dafür gibts es bereits einige Ideen. Es muss sich jedoch zeigen, wieviel Strom tatsächlich konstant gewonnen werden kann und in welcher Jahreszeit welche Bedürfnisse (zum Beispiel für das urbane Gärtnern) bestehen.

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Eines ist jedoch jetzt schon sicher: Die Jugendlichen, die ökologische Anlaufstelle sowie die Mobiele Jugendarbeit profitieren von der tollen Zusammenarbeit mit Solare Zukunft e.V. und das tüfteln, werkeln und Ideen haben macht unglaublich Spaß!

If you can dream it you can do it

Traumhaft ging es letzte Woche im E-Werk zu – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Die Tanzshow „If you can dream it you can do it“ von und mit Jugendlichen feierte am Donnerstag, den 7. Mai 2015, Premiere. Zwei weitere Aufführungen folgten am Freitag, den 8. Mai, und Samstag, den 9. Mai, im Kammertheater des E-Werks.

Das Besondere: Die Show haben zehn Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren selbst erarbeitet. Angeleitet wurden sie dabei von einem Hip Hop-Tänzer, der selbst kaum älter ist. In ihren Choreografien erzählen sie die Geschichte eines Tänzers, der sich selbst sucht – und seinen Weg in die Hip Hop-Kultur.

Islam

Die Show ist an eine wahre Geschichte angelehnt, in der ein Hip Hop-Tänzer durch das Tanzen einen Weg aus den Slums heraus gefunden hat und somit der Armut, Kriminalität und Perspektivlosigkeit entflohen ist.

Da die Aufführungen bei den Zuschauern sichtlich gut angekommen sind und die Jugendlichen viel Spaß dabei hatten, wird derzeit eine kleine Tournee durch Freiburger Jugendzentren geplant um ein noch größeres Publikum zu erreichen. Außerdem soll es eine kurze Vorschau beim Jugendaktionstag und einen Auftritt beim ZMF geben. Die Termine werden noch auf create-your-future.info bekanntgegeben.

Tanzshow

Entstanden ist die Show im Rahmen des Projekts “Create your future”. Ziel von “Create your future” ist es, Jugendliche mit Migrationshintergrund aus Weingarten zu unterstützen, ihre Talente, Fähigkeiten und Interessen zu nutzen und zu entwickeln. Dafür bilden sie Tandems oder Gruppen mit ehrenamtlichen Mentoren aus Freiburg und packen gemeinsame Projekte an. Welche das sind, hängt ganz von den jeweiligen Interessen ab. Denkbar sind zum Beispiel sportliche Aktivitäten, Fotografie, Robotik/Technik, Songs schreiben und aufnehmen, basteln oder eben eine Tanzshow. Die Federführung liegt bei der Mobilen Jugendarbeit Weingarten-Ost und dem Büro für Migration und Integration der Stadt Freiburg. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Interessierte junge Erwachsene oder Jugendliche können noch in das Projekt “Create your future” einsteigen. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Infos unter: create-your-future.info

Create your Rap

Seit September hat Rap ein weiteres zu Hause. Im Erdgeschoss der Krozinger 78 treffen sich wöchentlich Jugendliche und junge Erwachsene in der Anlaufstelle der Mobilen Jugendarbeit, um an Beats und Reimen zu feilen.
mcfavehamadaDas Projekt Create your Future, über das hier bereits berichtet wurde, bietet Jugendlichen die Chance, sich intensiv mit ihren Interessen auseinander zu setzen.
In diesem Fall sind es Ali und Hamada, die schon seit einiger Zeit großes Interesse an Rap haben. Bereits im letzten Jahr hatte Ali die Möglichkeit bekommen, über das  kleine Musikprojekt „Perspektive Sound“ einen Track im Studio aufzunehmen. Die Bedingungen waren damals sehr professionell und der Text musste an der ein oder anderen Stelle noch verändert werden. Das alles hat sich nun weiterentwickelt und läuft im Rahmen von Create your Future weiter. Ali und Hamada schreiben ihre Texte, dabei werden sie von Kai unterstützt, der schreibt schon lange eigene Reime und kann gute Tipps geben. Um die Beats, Samples  und die Produktion kümmern sich Janosch und Richard. Das „Studio“ ist nun zwar ein Zimmer in der Anlaufstelle und die Technik beschränkt sich auf das Nötigste, dem  Flow schadet das aber nicht. Bereits drei Lieder kann man sich auf Soundcloud anhören.

Autor: Felix Stierand, Sozialarbeiter (B.A.), Diakonieverein Freiburg-Südwest e.V., Mobile Jugendarbeit Weingarten-Ost

Create your Future – Gestalte deine Zukunft

In Kürze startet das Projekt „Create your Future“, das die Mobile Jugendarbeit Weingarten-Ost in Zusammenarbeit mit dem Büro für Migration und Integration umsetzt.

Das Ziel des Projekts ist, Weingartner Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Alter von 13 bis 18 Jahren Wege aufzuzeigen, ihre Talente, Fähigkeiten und Interessen zu nutzen und weiterzuentwickeln. „Create your Future“ setzt bei den Stärken der Jugendlichen an, nicht bei den Schwächen.

Dabei werden die Jugendlichen von jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund begleitet. Zusammen bilden sie ein Tandem, das sich regelmäßig trifft und etwa ein Jahr lang zusammen an einem gemeinsamen Thema arbeitet. Fast alles ist hier möglich. Ob sich das Tandem mit Kunst, Musik, Handwerk, Technik, Sprache, Sport oder etwas völlig anderem beschäftigt, entscheiden die Bedürfnisse, Interessen und Ideen des Jugendlichen.

Neben den Tandems gibt es auch die Möglichkeit etwas in der Gruppe zu erarbeiten. In diesem Rahmen können beispielsweise Medienprojekte, wie zum Beispiel eine Jugendzeitung oder eine Homepage, umgesetzt werden.

Am Samstag, den 18.01.14 und am Samstag, den 25.01.14, finden die Auftaktveranstaltungen zu „Create your Future“ statt, um die Jugendlichen in Weingarten über das Projekt zu informieren und vielleicht schon den ein oder anderen Teilnehmer zu gewinnen.
Die Veranstaltungen sind geschlechtergetrennt aufgebaut, die Veranstaltung am 18.01. ist nur für Mädchen und junge Frauen im Alter von 13- 27 Jahren, die Veranstaltung am 25.01. nur für Jungs und junge Männer in derselben Altersgruppe. Es gibt Auftritte und etwas zu Essen, der Eintritt ist kostenlos.

Mehr Infos zum Projekt und zu den Veranstaltungen finden sich auf der Homepage: www.create-your-future.info

 

Autorin: Tamara Mrad, Mobile Jugendarbeit Weingarten-Ost

Greentech in Jugendarbeit und Handwerk

Seit Januar 2013 arbeitet eine Clique aus dem Stadtteil an ihrem Treffpunkt, dem Wohncontainer hinter der Krozinger 78. Diesen Container nutzen die Jugendlichen seit nunmehr 9 Monaten als selbstverwalteten Treffpunkt. Mit den Jahren wurde dieser renovierungsfällig und es war klar, dass etwas geschehen muss.
Im Rahmen des Modellprojekts „GreenTech-Berufe in Jugendarbeit und Handwerk“ wurden Umbaumaßnahmen geplant und ausgearbeitet. Ziel des Projekts ist Jugendlichen Handwerksberufe, und damit verbunden besonders nachhaltige oder umweltverträgliche Techniken und Technologien, näher zu bringen.

Durch die Lernwerkstatt werden Jugendliche mit Hilfe natur- und umweltpädagogischer Methoden und handwerklichen Tätigkeiten an die Thematik Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien und Profile von GreenTech-Berufen herangeführt. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mehrerer Projektpartner aus Freiburg realisiert. Dies sind drei Vertreter der offenen Kinder- und Jugendarbeit (Mobile Jugendarbeit Weingarten-Ost, Jugendzentrum im Stühlinger (LetzFetz) und die Mobile Jugendarbeit westlich der Merzhauserstraße), die Handwerkskammer mit Gewerbeakademie sowie die Ökostation Freiburg. Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert, Projektträger ist die Initiative LEIF, Stabsstelle beim Dezernat für Umwelt, Jugend, Schule und Bildung der Stadt Freiburg im Breisgau.

In den Osterferien hat die Clique alte Möbel, welche noch im Container waren entsorgt und unter fachmännischer Anleitung eines Zimmermeisters zwei Bänke und einen Tisch (mit zimmermannsmäßigen Verbindungen) gebaut. Zudem wurde der alte Boden entfernt und durch einen Betonboden mit Wärmeisolation ersetzt. Die Wände wurden mit abwaschbarer umweltverträglicher Farbe gestrichen und ein neuer Sicherungskasten installiert. Damit konnte der Innenraum des Containers wieder durch die Clique genutzt werden.

In den Pfingstferien begann die Clique mit dem Außenausbau. Es soll einen Natursteinterrasse angelegt werden. Dazu besuchte die Gruppe die FEBA (Freiburger Erdaushub- und Bauschuttaufbereitungs-GmbH). Nach einer kleinen Führung und Besichtigung der Anlage wurde geeigneter Naturstein zum Container gebracht. Leider führte das schlechte Wetter dazu, dass die Arbeiten an der Terrasse noch nicht abgeschlossen werden konnten. Da nun aber sämtliches Baumaterial dafür vorhanden ist, sollte dies in naher Zukunft geschafft werden. Diesen Fortschritt haben wir einigen Firmen zu verdanken, die uns freundlicherweise mit Sachspenden und wertvollen Tipps zur Seite gestanden sind. Deshalb auch an dieser Stelle vielen Dank an PEGU Farben, Bauzentrum Veeser, Schreinerei Witt, Badischer Garten- und Landschaftsbau und die FEBA!

Autor: Felix Stierand, Sozialarbeiter (B.A.), Diakonieverein Freiburg-Südwest e.V., Mobile Jugendarbeit Weingarten-Ost

Fette Beute

Der Name:
Als Beute bezeichnet man die Behausung eines Bienenvolkes.
In der modernen Imkerei werden stapelbare Kisten (Magazine oder auch Zargen genannt), die unten und oben offen sind, verwendet. Dazu kommt ein Boden mit dem Flugloch. Schließlich kommt als Abschluss oben auf die Beute ein Isolierdeckel und eine Blechhaube als Wetterschutz.

Projektziele:
Das Ziel des Projekts Fette Beute ist es, mit einer Gruppe von 6 bis 8 Jugendlichen ab 12 Jahren, ein Bienenvolk durch ein Bienenjahr (März bis Oktober) zu begleiten. Sowohl die Steigerung des Verantwortungsbewusstseins der Jugendlichen durch die Betreuung des Bienenvolkes, wie auch die Schulung einer intensiven Umweltwahrnehmung, sollen mithilfe des Projektansatzes erreicht werden. Die Tätigkeiten direkt am Volk bringen den TeilnehmerInnen biologische, natürliche Vorgänge auf eine praxisbezogene Weise nahe. Im Fokus stehen hier das Beobachten und Wahrnehmen der Veränderungen im Stock und deren Bewertungen.
• Wird gestiftet? (Legt die Königin Eier?)
• Wächst das Volk? Werden neue Waben gebaut und Vorräte angelegt?
• Bringen die Sammelbienen Nektar oder Pollen?
• etc.
Darüber hinaus muss auch die direkte bis mittlere Umgebung und deren jahreszeitliche Entwicklung in die Beobachtungen mit einbezogen werden.
• Wie steht die Beute (Bienenstock) bezüglich der Sonne? Wie verhält sich der Sonnenstand über den Tag?
• Wie ist das Mikroklima direkt an der Beute (Wind, Temperatur)?
• Findet sich in unmittelbarer Nähe Wasser?
• Was blüht gerade im Sammelradius (ca. 3 km) der Bienen? Sind die Nektarquellen ausreichend?
• Wie war das Wetter in letzter Zeit; wie soll es in den nächsten Tagen werden?
• etc.

Projektverlauf:
Die Anfangszeit des Projekts war gekennzeichnet durch den Versuch, Jugendliche für die Projektidee zu gewinnen. Das grundsätzliche Interesse an diesem Thema war von Seiten der Jugendlichen vorhanden. Allerdings konnte keine feste Gruppe oder Clique zur dauerhaften Durchführung des Projekts gewonnen werden. Die ersten Treffen, die stattfanden, waren gekennzeichnet durch die Beschaffung der Arbeitsmaterialien und dem Zusammenbau der benötigten Wabenrahmen, sowie der Gestaltung des Bienenstocks. Hierfür gab es Beteiligungen verschiedener Jugendlicher.
Die erste große Hürde, die mit den Jugendlichen genommen werden musste, spiegelt die grundsätzliche Problematik des Projekts wider. Es herrschen große Vorbehalte gegenüber allem was krabbelt und fliegt und unter Umständen noch stechen könnte. Das erstaunliche dabei ist, dass diese Haltung nicht nur bei Kindern und Jugendlichen vorliegt, sondern auch bei vielen Erwachsenen und leider auch bei Entscheidungsträgern, die für die Aufstellung von Bienenstöcken zuständig wären. Es war uns deshalb lange Zeit nicht möglich, einen geeigneten Standort für unser Projekt zu finden, der sowohl die nötigen Voraussetzungen der Bienenhaltung erfüllt, wie auch die Vorgaben und Wünsche, die wir als Projektverantwortliche durch das Charakteristikum der urbanen Hochhausimkerei gerne realisiert gesehen hätten.
Das Volk ist nun, vorübergehend, im Garten der Geschäftsstelle des Diakonievereins Freiburg-Südwest e.V. untergebracht. Aus oben genanntem Grund, war es in 2012 auch nicht möglich, eine feste Gruppe zur Betreuung des Bienenvolkes zu gewinnen. Ein grundsätzliches Interesse bestand bei vielen Jugendlichen, jedoch waren diese nicht zu einem direkten Kontakt im Umgang mit den Bienen bereit. Während des Frühjahres zeigte sich überdies, dass die vorhandene Königin zu schwach war und durch eine neue ersetzt werden musste. Dies hatte zur Folge, dass das Volk nicht die Größe und Stärke entwickeln konnte, wie es notwendig gewesen wäre, um mit Jugendlichen zusammen Honig von diesem Volk zu gewinnen.

Projektperspektive 2013:
Diese genannten Faktoren haben zur Folge, dass wir, die Projektverantwortlichen, das Projekt Fette Beute im nächsten Jahr fortführen, beziehungsweise neu starten werden. Wir sind nach wie vor dabei, einen geeigneten Standort zu finden und sind diesbezüglich in Verhandlungen mit Herrn Klausmann von der Freiburger Stadtbau GmbH und Herrn Marquard von der Evangelischen Hochschule Freiburg. Bezüglich der Jugendlichen sind wir im Rahmen der Streetwork, der Cliquenarbeit und der Angebote des Kinder- und Jugendzentrums Weingarten im ständigen Dialog, um die Hemmschwelle und vorhandenen Ängste zu reduzieren. Wir versuchen, dieses wichtige naturpädagogische Angebot den Jugendlichen näher zu bringen,um im Frühjahr mit Besuchen verschiedener Gruppen einen festen Kreis an ProjektteilnehmerInnen zu haben, mit welchen wir das Bienenvolk dann betreuen werden.

Gefördert durch:

Autor: Mobile Jugendarbeit, Freiburg Weingarten

Hereinspaziert! Weingarten kompakt

Unter diesem Titel erscheint Ende Juli der neuaufgelegte Soziale Stadtteilplan Weingarten.
2001 wurde dieser, ebenfalls von der Weingartener Arbeitsgemeinschaft  Soziales W*A*S*, zum ersten Mal herausgebracht. Die W*A*S* ist ein Zusammenschluss freier Träger Sozialer Arbeit in Weingarten. In ihr wirken auch die großen Kirchengemeinden sowie sozial erfahrene Personen mit. Ziel ist die Schaffung von Strukturen, die das Zusammenleben der Menschen in Weingarten weiter verbessern sollen.

Als Herausgeber ist bei dieser Neuauflage die Kinderschutzkooperative Weingarten  KiKo hinzugekommen.
Die Kinderschutzkooperative ist eine gemeinsame Initiative von Fachkräften, Eltern und am Kindeswohl und Kinderschutz interessierten Bürgern in Freiburg Weingarten.

Der Stadtteilplan besteht aus einer Broschüre, in der sich alle wichtigen Daten der Einrichtungen, Institutionen und Vereine, die sich in Weingarten um die hier lebenden Menschen kümmern, finden. Ergänzt wird die Broschüre durch einen Faltplan, auf welchem sich die Eintragungen leicht finden lassen.

Das Neue an Hereinspaziert! Weingarten kompakt ist, dass die Initiatoren den Auftrag zur Erstellung des Stadtteilplans an heimvorteil Freiburg und die Jugendredaktion Weingarten abgegeben haben.

In mehreren Workshops und in wöchentlichen Treffen wurde unter Anleitung von heimvorteil Freiburg und der Mobilen Jugendarbeit Weingarten-Ost von Jugendlichen der Jugendredaktion das gesamte Konzept für die Broschüre und in einzelnen Arbeitsschritten die Broschüre selbst erstellt.


Als erster Arbeitsschritt wurde ein grundsätzliches Gestaltungsraster für die Broschüre erstellt. Für das Layout wurden Fotos gemacht, Piktogramme für die einzelnen Rubriken erstellt und eine Schriften und Farbauswahl getroffen.
Für den eigentlichen Inhalt wurde anhand des alten Stadtteilplans eine Liste der anzuschreibenden Einrichtungen und Verein angefertigt und durch die auftraggebenden Arbeitskreise und durch Eigenrecherche vervollständigt. Der Rücklauf der Anschreiben musste dann gesichtet und in das Gestaltungsraster eingearbeitet werden.
Für die Finanzierung der Broschüre stellten die Jugendlichen eine Liste von möglichen Anzeigenkunden zusammen, anhand derer sie dann, sowohl schriftlich wie auch persönlich, Anzeigen akquirierten.

Diese umfangreiche, zeitaufwändige und vielschichtige Aufgabe stellte eine echte Herausforderung für alle Beteiligten dar. Nach einem halben Jahr intensiver Arbeit wird am Samstag 21. Juli ab 10 Uhr das Ergebnis auf dem Marktplatz in Weingarten vorgestellt. Dazu laden wir alle recht herzlich ein.

Autor: Joachim Maier M.A., Sozialmanager und Dipl. Sozialpädagoge (FH), Einrichtungsleiter Mobile Jugendarbeit Weingarten-Ost, Diakonieverein der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde e.V.

Jugendliche in grüne Berufe

Im neuen LEIF- Projekt (Lernen erleben in Freiburg) der Stadt Freiburg mit dem Titel „Green Tech in Jugendarbeit und Handwerk“ ist die Mobile Jugendarbeit Weingarten – Ost eine von drei Freiburger Jugendeinrichtungen, die zusammen mit der Handwerkskammer und der Ökostation Jugendliche an oder auch in grüne Berufsfelder heranführen soll. Die Ökologische Anlaufstelle Weingarten, ein Bündnis der Mobile Jugendarbeit Weingarten – Ost, der Kita Violett und NaPu[R] (Natur pur erleben – B. Beck), vertritt den Stadtteil Weingarten in dem vom DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) geförderten Projekt.

Das Projekt, welches Modelcharakter auf Bundesebene hat, ist auf zwei Jahre angelegt. In diesem Zeitraum sollen Jugendliche an das Thema Ökologie und Nachhaltigkeit herangeführt werden. Projektstart ist April 2012. Die Ökologische Anlaufstelle will mit Jugendlichen praktische Aktivitäten, wie z.B. den Bau von mobilen Barfußpfaden oder Insektenhotels, Erlebnis-orientierte Exkursionen und Besuche in Betrieben grüner Branchen durchführen.

Außerdem bieten die Ökostation und die Handwerkskammer Aktionen an, die von den Einrichtungen und den Jugendlichen wahrgenommen werden können. Über die Arbeit mit den Jugendlichen hinaus, ist den Akteuren auch die Einbindung der Eltern in das Projekt ein Anliegen. Die Eltern sollen auf grüne Berufe aufmerksam gemacht  und sensibilisiert werden, so dass die Jugendlichen Unterstützung im Hinblick auf die Wahl eines Berufes außerhalb der üblichen Berufsfelder bekommen. Immerhin  sollen „ im Jahr 2020 bereits 14 Prozent des Bruttoinlandproduktes über grüne Berufe erwirtschaftet werden, und das bei weitem nicht nur im Bereich der Hochqualifizierten“ sagte Werner Gmeiner, Geschäftsführer der Freiburger Handwerkskammer bei der offiziellen Pressekonferenz am 2. März. Die Ökologische Anlaufstelle möchte Ihren Beitrag dazu leisten.

Autor: Benjamin Beck, Projektleitung Ökologische Anlaufstelle Weingarten, Dipl. Forstwirt, Umwelt – und Erlebnispädagoge