„Verbesserung von Bildungschancen“ – alltägliche individuelle Lernförderung im Nachbarschaftswerk

32 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 – 11 besuchen nachmittags regelmäßig die Lernfördergruppen des Nachbarschaftswerks. Sie kommen momentan aus 7 Nationen und besuchen unterschiedlichste Schularten (Förder-, Haupt-, Realschule und Gymnasium). Gut die Hälfte dieser Schüler gehört der ethnischen Minderheit der Sinti an.

Ergänzend zur Hausaufgabenbegleitung wird  gezielte Unterstützung für Tests, für die Vorbereitung von Referaten, Präsentationen, Hausarbeiten oder für Prüfungen angeboten. Neben den Prüfungsvorbereitungen werden die Schüler auch auf der Suche nach einem Platz an einer weiterführenden Schule oder bei ihrer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz beraten und unterstützt.


Durch die Individuelle Lernförderung – ein weiteres Angebot des Nachbarschaftswerks – wird Schülern gezielt Nachhilfe in Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern gegeben. Eine russische Grundschülerin erhält regelmäßig Unterstützung mit Schwerpunkt Sprachförderung. Ein weiterer Schüler bekommt Unterstützung zur Stabilisierung seines Ausbildungsverhältnisses.
In den Lernfördergruppen stehen die Vermittlung von Lerninhalten, die Aneignung eigener Lernstrukturen sowie die Förderung von eigenständigem, selbstorganisiertem Lernen im Fordergrund. Den Kindern  und Jugendlichen stehen dazu gezielte Lernunterlagen zur Verfügung, wie auch der Zugang zum Computerraum.  Der Kontakt und die Zusammenarbeit mit den Eltern, den Lehrern und den Schulsozialarbeitern, sowie gegebenenfalls mit den Familienhelfern tragen dazu bei, eine bestmögliche Schullaufbahn zu ermöglichen.


Neben den Möglichkeiten zur Verbesserung der schulischen Entwicklung wird ein intensiver interkultureller Austausch ermöglicht und soziale Kompetenz sowie Konfliktfähigkeit durch den täglichen Umgang miteinander gefördert. In dem anschließenden Freizeitangebot können auch Themen, die weit über den schulischen Bereich hinausgehen, zum Tragen kommen und bearbeitet werden.
Die Lernfördergruppen werden unter der Leitung von einem Dipl. Pädagogen und einer Sozialarbeiterin durchgeführt. Sie werden durch Studenten, Praktikanten und Zivildienstleistende unterstützt und finden  jeweils Montags bis Donnerstags von 13.30 – 16.30 Uhr statt.


Als Ergänzung im Rahmen der Angebote zur Verbesserung der Bildungschancen gibt es für Kinder und Jugendliche dann noch die Möglichkeit, sich in den Ferien zum Ferien-Lern-Camp anzumelden um dort vormittags intensiv in Kleingruppen zu üben und zu lernen und am Nachmittag an interessanten, erlebnispädagogisch ausgerichteten Freizeitangeboten teilzunehmen.

Autorin: Katja Eifler, Sozialarbeiterin, Nachbarschaftswerk e.V.

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