Lernen in den Ferien – „Ferienlerncamp“ im Nachbarschaftswerk Haus Weingarten

Nun schon im dritten Jahr findet im Nachbarschaftswerk im Haus Weingarten jeweils eine Woche in den Pfingst- und in den Herbstferien das Ferienlerncamp statt. Hier werden in den Schulferien gezieltes Lernen mit gestalteter Freizeit verbunden. Es treffen sich Viert- bis Siebtklässler aus allen Schularten, von der Förderschule bis zum Gymnasium, um am Vormittag zu büffeln und zu lernen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen geht es dann nachmittags zu Spaß und Action über, es werden Ausflüge gemacht und tolle neue Dinge kennengelernt. Und das Camp ist mittlerweile immer ausgebucht; es gibt eine Warteliste und  der Bedarf ist groß.

Auch in diesen Pfingstferien haben 14 Mädchen und Jungen am interessanten Programm teilgenommen. Was macht es für die Kinder und Jugendlichen so interessant, sogar in den Schulferien freiwillig zu büffeln? „Hier macht das Lernen Spaß“, sagt René (11), „anders als daheim allein.“ Und Kimberly (10) findet, dass man nichts verlernt, wenn man keine Pause macht. Sie ist froh, wenn ihr jemand in Mathe hilft.

Individuell wird in kleinen Gruppen mit intensiver Betreuung auf die Fragen und Lernbedarfe der Kinder eingegangen. Manche Kinder erhalten sogar schon Aufgaben von ihren Lehrern mit ins Ferienlerncamp, die sie dann ganz individuell dort bearbeiten können, um Lücken zu schließen. Dann gibt es mittags immer ein frisch zubereitetes warmes Mittagessen und essen in der Gruppe macht einfach viel mehr Spaß, vor allem, wenn es so gut schmeckt.


Und dann natürlich die Highlights an den Nachmittagen: „die denken sich hier immer gute Sachen aus“ findet Saskia (13), die in die 7. Klasse der Gerhard-Hauptmann-Hauptschule geht. Am ersten Nachmittag in diesen Pfingstferien besuchte die Gruppe den Baumkronenweg in Waldkirch. Ein weiterer Höhepunkt war eine Kanufahrt auf dem dschungelartigen Altrhein.


Unter tiefhängenden Zweigen und über alte umgestürzte Bäume steuerten die Kinder die Kanus durch eine faszinierende Landschaft. Die eine oder andere Spinne wurde dabei aufgefischt, was für einige Kinder und Erwachsene eine echte Herausforderung darstellte.


Es wird nie langweilig bei dem Programm, das sich der verantwortliche Erlebnispädagoge Dieter Ebernau für die Nachmittage ausdenkt. Und Peter Frank, der Leiter der Vormittage im Lerncamp, lässt die Kinder dann immer am darauffolgenden Morgen einen Aufsatz über den Ausflug vom Vortag schreiben, was den Kindern sichtlich Spaß macht. Das ist schon wie ein Ritual und es kommen tolle Berichte dabei heraus – eine tolle Verknüpfung von Spaß und Lernen.
Sogar die Badische Zeitung fand das Lerncamp so interessant, dass sie in diesem Jahr an Pfingsten dabei war und vom Camp berichtet hat.

Autoren:

Peter Frank, Diplom-Pädagoge, Lernfördergrupppen und Ferienlerncamp im Nachbarschaftswerk e.V.

Dieter Ebernau M.A., Diplom Sozialpädagoge (FH), u.a. Ferienlerncamp im Nachbarschaftswerk e.V.

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