Theater, Clowns und mehr…

… ein Angebot des Nachbarschaftswerks im Rahmen der Projekttage der Adolf-Reichwein-Schule.

Aus dem ganzjährigen Projekt „Abenteuer Sprache“ an der ARS entstand die Idee, aus den Theaterübungen, die dort ins Programm eingebunden sind, mal ein ganz eigenes Projekt zu machen. Erstmals nahmen wir – Katja Eifler und Milena Vogt vom Nachbarschaftswerk – jetzt mit einem Zirkus- und Theaterangebot in der Woche vor den Osterferien an den Projekttagen teil. Unterstützt wurden wir von Anne Hauser und von einer Schülerpraktikantin, die Fotos machte.
Sowohl den 10 teilnehmenden SchülerInnen der 3. und 4. Klasse als auch uns hat es großen Spaß gemacht, uns einmal ganz dem Theaterspielen zu widmen. O-Ton der Kinder: „Wir machten ‚Zirkus’! (…) Auch Theater spielten wir. Wir lernten schon einige Rollen kennen und spielten Tiere. Am schönsten fanden wir, dass es lustig war und lachten viel über die Witze der Clowns.“ (aus der Projektzeitung, die wiederum Ergebnis eines weiteren Projektes war).
Was die Kinder in ihren eigenen Worten beschrieben, waren Elemente aus der Clownerie, aus der Jonglage und aus der sogenannten „Jeux Dramatique“. Zu Beginn jeden Tages machten wir theaterpädagogische Aufwärmübungen und Spiele.


In der „Jeux Dramatique“ ging es dann darum, in die Rollen von Tag- und Nachttieren zu schlüpfen und sich in 4 Kleingruppen mittels vieler Tücher, Tische und Stühle Höhlen zu bauen, die dann unser Bühnenbild wurden.
Bei der Clownerie lernten die Kinder drei Grundtypen kennen: den großen lauten Clown, den hektischen Clown und den kleinen schüchternen Clown. Jedes Kind bekam eine rote Clownsnase, die ihm half, sich in die Rolle zu verwandeln. Sie konnten sich für einen der Clownstypen entscheiden und erste Komik entstand bereits in der Begegnung der verschiedenen Typen. Als Requisiten erhielten sie –saubere- Putz-Utensilien wie Handfeger und Kehrblech, Lappen, Besen, Pömpel.


Und für die Jonglage bauten wir Pois selber: „Das sind Bälle an Schnüren, die man schnell durch die Luft schwingt.“  Verziert wurden die Pois mit bunten Krepppapierbändern. Dazu lernten die Kinder ein paar Pois-Grundschwünge.
Als weitere Gegenstände wurden noch ein Roller, zwei Inliner und ein Hulahoop-Reifen eingesetzt.
Bereits am Ende des ersten Tages entstanden mit den Kindern erste Clown-Szenen-Ideen für die Aufführung am 4. Tag. Schon am 2. Tag konnten die Szenen so weiterentwickelt werden, dass jedes Kind seine 1-2 Szenen hatte, entweder mit Einzelauftritt oder in der Begegnung zu zweit. Getragen wurden sie dabei von der Gruppe: jede Clownsfigur schaute aus ihrer Höhle im Hintergrund heraus und verfolgte das Geschehen im Bühnenvordergrund. Eine groteske Putzkolonne mit allen Beteiligten auf der Bühne bildete den Rahmen für die Einzelauftritte.

Am 3. Tag war das Feilen an den entstandenen witzigen Szenen – inklusive Wiederholungen einer Szene, bis sie sitzt – spürbar auch ein Stück Arbeit. Und der 4. Tag stand ganz im Zeichen der Präsentation vor Publikum. Zur Aufführung kamen dann so viele Kinder, dass leider auch welche weggeschickt werden mussten, weil der Raum an seine Kapazitätsgrenzen stieß. Vor immerhin ca. 50-60 Zuschauern, MitschülerInnen, Eltern, Geschwistern und LehrerInnen wurde „Theater, Clowns und mehr…“ gezeigt.


Als Zugabe machten ein paar DarstellerInnen noch Kopf- oder Handstand. Jedes Kind hat sich in dem Projekt sichtlich engagiert, egal ob „laut“ oder „leise“, je nach gewählter Rolle und Persönlichkeit. Mehrere Kinder sagten, es sollte öfter Projekttage geben.

Autorin: Milena Vogt, Kulturpädagogin, Nachbarschaftswerk

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