Abenteuerspielplatz

1.    Kurzbeschreibung des Abenteuerspielplatzes:

Die Lage
Der Abenteuerspielplatz (ASP) der Stadt Freiburg liegt im Stadtteil Weingarten.

Das Gelände
Das Gelände hat eine Größe von ca. 11.000 qm, liegt im Dietenbachpark und gliedert sich in folgende Bereiche auf: Die offenen Spielflächen, bestehend aus dem Hüttenbereich mit Feuerstelle, einem kleinen See, dem Beach-Volleyball Feld und einem großen, asphaltierten Platz. Verschiedene Gebäude (unter anderem das „Drachennest“: ein Mehrzweckhaus, in dem sich auch das Büro und eine Küche befinden.). Zahlreiche Werkstätten (Holz, Metall, Ton, Schmiede), und die Tierbereiche (Ziegenstall, Pferdestall, Koppeln), sowie ein Gemüsegarten und eine Bäckerei.

Mitarbeiter und Zielgruppe
Sozialpädagogen, Erzieher, Honorarkräfte und viele Ehrenamtliche arbeiten im Team zusammen. Die Zielgruppe sind hauptsächlich Kinder zwischen 6 und 14 Jahren. Jugendliche haben die Möglichkeit an Mitarbeiterseminaren teilzunehmen und sich so zu Ehrenamtlichen ausbilden zu lassen. Danach können sie Verantwortung für bestimmte Bereiche übernehmen und Jüngeren ihr Wissen weitervermitteln.

Das Konzept
Unser Bestreben Kinder und Jugendliche in die Gestaltung der Einrichtung einzubeziehen und eine aktive Mitwirkung auf dem Abenteuerspielplatz zu fördern, ist ein wichtiger pädagogischer Teil des Konzepts. Außerdem hat unsere Arbeit als weiteren Schwerpunkt einen berufsvorbereitenden Charakter.
Vormittags finden die Bildungsangebote der Abenteuerschule statt. Nachmittags ist unsere Arbeit von offenen Angeboten geprägt, die sich an den Interessen der Kinder und Jugendlichen orientieren, Eigen- und Mitverantwortung fördern und eine aktive Beteiligung der Kinder anstreben. Ausreichende Freiräume und die Möglichkeit eigene Erfahrungen zu sammeln, sowie transparente Strukturen und Selbstorganisation statt reiner Angebotspädagogik, bilden das Rückgrat des pädagogischen Handelns. Die Betreuer haben dabei eine Partnerrolle. Sie beraten und unterstützen die Kinder.
Den auf dem Gelände lebenden Haus- und Nutztieren (Pferde, Hühner, Ziegen…), kommt dabei eine wichtige pädagogische Bedeutung zu. Die Förderung des emotionalen Ausdrucks, Reduktion von Ängstlichkeit und die damit einhergehende Steigerung des Selbstbewusstseins, sowie die Übernahme von Verantwortung, sind hier die entscheidenden Termini.

Abenteuerschule

Drachenschule:
Das Konzept orientiert sich am Lehrplan des Landes BaWü (Fächerverbund MeNuK). Die Grundlage für das Angebot bildet eine wissenschaftliche Arbeit, die eingebettet ist in das Konzept der „lebensbezogenen Pädagogik“. Es können verschiedene Unterrichtseinheiten mit Schulklassen aller Freiburger Grund- und Förderschulen auf dem ASP durchgeführt werden. Die hierzu benötigten Materialien werden von der Einrichtung bereitgestellt. Außerdem findet eine personelle Unterstützung der Lehrer durch die Einrichtung statt. Es ist, gegen Aufpreis, auch möglich die Unterrichtsangebote komplett vom ASP-Personal durchführen zu lassen. Nach Möglichkeit soll aber die eigentliche Durchführung des Unterrichts durch die Lehrkraft selbst erfolgen. Mögliche Themen sind Feuer, vom Korn zum Brot und Wasser.



KLEKS (Klassen erleben Kompetenzen spielerisch):

Hier können Schulklassen oder andere Gruppen ein erlebnispädagogisches Konzept buchen. Es gibt einen Seilgarten und verschiedene Materialien für „die Arbeit am Boden“. Gemeinsames Erleben und Lernen, Teamfähigkeit und Zusammengehörigkeit stehen im Mittelpunkt der Angebote.

Schaffe lerne:
Es handelt sich um ein Berufsorientierungsangebot für Schüler der siebten Klassen der Freiburger Haupt- und Sonderschulen. Die SchülerInnen können verschiedene Berufsfelder reinschnuppern und sich in der achten Klasse gezielt in einem Beruf bewerben, der ihnen auch gefällt. Mögliche Berufe bzw. Berufsfelder sind: Schreiner/ Zimmermann, Bäcker/ Konditor, Restaurant- und Hotelfach, Forstarbeiter, Frisör, Bau, Metall.

Kindergärten/Kinderhäuser:
Kindergärten und Kinderhäuser haben am Vormittag die Möglichkeit die Einrichtung zu besuchen. Die Gruppen können alle Bereiche nutzen. Die ErzieherInnen der Einrichtungen müssen zuvor an einer Einführung für den ASP teilnehmen, die regelmäßig auf dem Platz angeboten wird.


Öffnungszeiten

Die Einrichtung hat Montag bis Freitag von 8.00 – 13.00 Uhr für Gruppen (Grund- und Förderschulen, Kindergärten und Horte) geöffnet. Dienstag bis Freitag von 14.00 – 18.00 Uhr steht der Platz für alle Kinder von 6 – 14 Jahren offen. Die Kleinkindgruppe (Drachenkinder) ist von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr – 14.00 Uhr geöffnet.
Zu verschiedenen Ferienzeiten finden Tagesfreizeiten für Kinder berufstätiger Eltern von 8 Uhr – 17 Uhr statt. Außerdem findet jedes Jahr in den Sommerfeiern eine Sommerfreizeit mit Übernachtung statt.

Kooperationen
Der ASP ist im Laufe der Zeit verschiedene Kooperationen eingegangen.

-    Das Kindernetz Weingarten ist eine Kooperation des Kinder- und Jugendzentrum Weingarten, der Spieloffensive, des NBW und des ASP. Ziel des Kindernetzes ist es gemeinsame Ferienprogramme für den Stadtteil durchzuführen, mobile Angebote für Kinder (Weingartener Wägele) anzubieten und als Fernziel Teil der Jugendhilfeplanung zu werden.
-    Stadtteilkonzeption „Zukunft-W“
-    Kooperationen mit verschiedenen Grundschulen am Nachmittag
-    Kooperation mit der Spieloffensive
-    Patenschaft für den Abenteuerspielplatz in Unterföhring
-    Backoffensive

Kontakt
Bugginger Str. 81b, 79114 Freiburg
Telefon: 0761/445166; Fax: 0761/4538022;
Mail: asp-freiburg@web.de;
HP: www.Abenteuerspielplatz-Freiburg.de

2.    Gerhard Rüffer:

Gerhard Rüffer wurde 1971  geboren. Nach einer Bäckerlehre studierte er Sozialar-beit/Sozialpädagogik.  Anschließend absolvierte er ein berufsbegleitendes Studium der Betriebswirtschaft an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Freiburg (VWA). 2002 übernahm Gerhard Rüffer die Leitung des Abenteuerspielplatzes Freiburg Weingarten. Zuvor arbeitete Herr Rüffer als Sozialarbeiter in der Justizvollzugsanstalt Freiburg und betreute eine Jungenwohngruppe der Waisenhausstiftung Freiburg. Darüberhinaus engagierte sich Gerhard Rüffer ehrenamtlich beim Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, als Mitarbeiter der ev. Jugendzentrale Bad Dürkheim sowie als Jugendgruppenleiter der evangelischen Jugend Friedelsheim. Gerhard Rüffer ist verheiratet und hat einen Sohn.

3.   Statement zu Zukunft-W:

Ziel des Projekts Zukunft-W ist für mich, dass eine effizientere und effektivere Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen gewährleistet ist. Außerdem  wünsche ich mir eine gezieltere Ressourcenallokation , d.h. eine optimale Verteilung der Ressourcen z.B. materiell oder bezüglich der Arbeitszeit. Des Weiteren erwarte ich, dass im Laufe des Projekts der Informationsfluss- und austausch verbessert wird, um die Arbeit zu optimieren (Systemkenntnis). Ein weiteres Ziel wäre auch eine bestehende Interessensvertretung gegenüber den politisch Verantwortlichen und darauf aufbauend die Entwicklung einer kommunalen Bildungslandschaft. Außerdem soll die Zukunftsperspektive des Projekts Zukunft-W erhalten bleiben, um das Image für den Stadtteil weiter pflegen zu können. Um das Projekt Zukunft-W fortführen zu können erwarte ich zusätzlich eine konkrete Zusammenarbeit z.B. mit Schulen, Polizei, Beratungsstellen und ADS.