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„Schaffe lerne“ ein Projekt zur Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen

Das Projekt „schaffe lerne“ wurde vor vier Jahren von den Mitarbeitern des Abenteuerspielplatzes ins Leben gerufen. Es wendet sich an Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen, vornehmlich von Hauptschulen. Ziel ist es, den jungen Menschen, die vor dem ersten Berufspraktikum in der 8. Klasse stehen, einen Einblick in einige  Berufsfelder zu gewähren. Die Schülerinnen und Schüler sollen so besser in der Lage sein, später gezielt einen Praktikumsplatz in einem Berufsfeld zu wählen, das ihnen auch wirklich liegt. So können während des Praktikums gute Erfahrungen in der Berufswelt gesammelt und erste Kontakte in einem potentiellen Lehrbetrieb geknüpft werden. Nach dem Projekt „schaffe lerne“ werden die Schüler von den Kollegen aus „erfolgreich in Ausbildung“ weiter begleitet.


Mögliche Berufsfelder sind: Bäckerei/ Konditorei, Koch, Gastronomie, Metall, Elektro, KFZ, Frisör oder Schreiner/ Zimmermann. Das interdisziplinäre Team besteht aus Pädagogen, die das Handwerk des entsprechenden Berufsfeldes selbst erlernt haben. Die Schülerinnen und Schüler können drei der genannten Berufsfelder erleben. Neben dem Reinschnuppern in die handwerklichen Berufe stehen auch angemessene Kleidung, Pünktlichkeit und das Reflektieren des eigenen Handelns im Vordergrund.
Das Projekt beginnt nach den Sommerferien und endet im April oder Mai des folgenden Jahres. Eine Klasse kommt sechs Mal an einem festen Tag in der Woche auf den Abenteuerspielplatz. Die Schülerinnen und Schüler gehen dann in den „Betrieb“. Dort wird so realitätsnah wie möglich die Arbeit ausgeführt. So bäckt z.B. die Bäckerei die Brötchen, die später im Restaurant serviert werden.


Unser Kooperationspartner, die „Schulprojektwerkstatt“, bietet für die Schulen, die bei „schaffe lerne“ mitmachen, sowohl ein Bewerbungstraining als auch Begleitung bei der Gründung einer Schülerfirma und andere wichtige Bausteine für das Thema Übergang von Schule in Beruf an.
Nach und nach wurden und werden auf dem Abenteuerspielplatz die strukturellen Bedingungen für das Projekt  weiter verbessert. So wurde in diesem Jahr z.B. die Bäckerei deutlich vergrößert und die Metallwerkstatt hat einen Schweißraum bekommen. Auch die stetige Erweiterung der verschiedenen Berufsfelder ist regelmäßig Thema der Planungsgruppe.

Autor:
Gerhard Rüffer, Diplom Sozialpädagoge/Betriebswirt, Abenteuerspielplatz Freiburg
Stadt Freiburg, Abt. II, Sozial- und Jugendamt