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Nachbarschaftswerk: Projekt „Abenteuer Sprache“ – „Wir sind Kinder einer Erde“

Das Projekt „Abenteuer Sprache, spielend reden – redend spielen“ gibt es seit 2007 und es wurde für drei Jahre aus Landesmitteln gefördert. „Abenteuer Sprache“ wendet sich an Schüler der ersten beiden Grundschulklassen mit nicht-deutscher Muttersprache. Die Kinder haben hier die Möglichkeit, sich spielerisch mit der deutschen Sprache auseinander zu setzen.
Im ersten Jahr fanden die Gruppen im Haus Weingarten statt und seit zwei Jahren sind sie im Nachmittagsbereich der Adolf-Reichwein-Schule angesiedelt. Es gab im Schuljahr 2009/2010 zwei Gruppen mit max. 8 Teilnehmern aus den 1. und 2. Klassen, die sich an je einem Nachmittag pro Woche trafen.

Aus dem Projekt „Abenteuer Sprache“ hat sich das Angebot „Wir sind Kinder einer Erde“ entwickelt, das von April bis Juli 2010 durchgeführt wurde. Hier wurde der Aspekt der verschiedenen Kulturen in den Mittelpunkt gerückt. Ziel war es, die vielfältigen kulturellen Hintergründe sicht- und erlebbar zu machen. Anknüpfend an den Ressourcen der Kinder wurden spielerisch Sprechanlässe geschaffen, bei denen die Schüler über Gewohnheiten, Rituale und Feste ihres jeweiligen Herkunftslandes erzählten. Im Rahmen dieses erweiterten Projekts arbeiteten die Heilpädagogin Isabella Mall und die Kulturpädagogin Milena Vogt gemeinsam mit beiden „Abenteuer-Sprache-Gruppen“.


Sie schufen darüber hinaus verschiedene Begegnungsmöglichkeiten mit den Eltern, um auch durch sie mehr über ihre kulturellen Hintergründe in Austausch zu bringen: Eltern-Kind-Cafes im Rahmen des Gruppenangebotes, Familienbesuche, ein Grillfest auf dem Abenteuerspielplatz und ein Kulturenfest zum Abschluss, bei dem die Gruppenleiterinnen mit den Kindern den Eltern, Geschwistern und interessierten Lehrern die Ergebnisse ihrer kulturellen Entdeckungsreise zeigten.
Mit den Kindern sind im Projekt verschiedene Plakate entstanden, die hier präsentiert wurden. In Kooperation mit der Medienwerkstatt Freiburg ist über das Projekt ein Kurzfilm gedreht worden, der hier erstmals gezeigt wurde.

Ein Ziel des Projektes ist es, dass alle Beteiligten mehr voneinander in Erfahrung bringen, um sich besser kennen und verstehen zu lernen, und das bedeutet auch, die teilnehmenden Kinder mit ihrem Migrationshintergrund nicht nur unter dem „Förderaspekt“ zu betrachten, sondern mit ihrem besonderen Potential in ihrem Aufwachsen zwischen verschiedenen Kulturen.

Im kommenden Schuljahr 2010/2011 werden Milena Vogt und Katja Eifler das Angebot an der Adolf-Reichwein-Schule fortführen und je eine neue „Abenteuer Sprache“ -Gruppe für 1. und für 2. Klässler anbieten.

Autorin:
Milena Vogt, Diplom-Kulturpädagogin, Nachbarschaftswerk e.V., Team: Lernen im Quartier