Kategorie-Archiv: Kinder- und Jugendzentrum

Zauberkurs für Kinder 3. – 5. Schuljahr im Kinder- und Jugendzentrum Weingarten immer donnerstags von 16.oo bis 18.oo

Bei diesem Zauberkurs können die Kinder die Grundfertigkeiten des Zauberns kennenlernen. Gearbeitet wird mit Seilen, Tüchern, Karten und Bällen. Dabei kommt es auf verschiedene Geschicklichkeiten an: Handfertigkeit, Schnelligkeit und die Kunst der Darstellung, die Tricks verpacken in kleine spannende Geschichten. Ziel ist es, eine gemeinsame Aufführung zu gestalten.

Leiter dieses Kurses ist der Theaterpädagoge Akki Müller, der selber schon als  Zauberer Akki Maganaki auf der Bühne stand (siehe auch: www.theater-akki.de).

Akki Müller arbeitet seit 1989 im Kinder- und Jugendzentrum im Kinderbereich. Er macht Jungenarbeit, Theaterarbeit und arbeitet im Offenen Bereich sowie der Aufsuchenden Arbeit (Weingartener Wägele).

Autor: Akki Müler, Kinder- und Jugendzentrum

Rückblick Sommerfest

Am Dienstag, den 26. Juli fand auf dem Else-Liefmann-Platz das zweite Sommerfest von Zukunft W statt. Trotz durchwachsenem Wetter (ohne Regen!) lockte es viele Weingärtner auf den Platz vor dem neu erbauten „Buggi 50“ Hochhaus, welcher mit bunten Luftballons geschmückt war.


Das Kinder- und Jugendzentrum Weingarten hatte das altbekannte „Weingartener Wägele“ mit der neuer Roller-Rutsche und vielen Großbrettspielen aufgebaut, was natürlich viele Kinderherzen hochschlagen ließ. Als ob das noch nicht genug wäre, hatte das Spielmobil das Riesentrampolin im Gepäck, welches sich über großen Andrang erfreuen durfte. Der Abenteuerspielplatz war mit eigener Buttonmaschine vertreten und die Spieloffensive und das Nachbarschaftswerk bestückten den Platz mit Staffeleien, auf denen die Kinder sich kreativ austoben durften.

Für das leibliche Wohl sorgte der Nachbarschaftstreff mit köstlichen internationalen Spezialitäten und der Imbiss Milan P., der seine Grillkunst wieder unter Beweis stellen durfte.
Highlights waren die Tanzvorstellungen der Gruppen „Revolutions“, „Girls Club“ und der Breakdancer des Kinder- und Jugendzentrums Weingarten.

Zudem stellte die Mobile Jugendarbeit Weingarten- Ost ihre neue Website www.jugendredaktion-weingarten.de in den Räumen des Nachbarschaftstreff vor. Um 18.00 Uhr neigte sich das Fest dem Ende zu und alle Besucher, ob Groß oder Klein, machten sich erfüllt durch Unterhaltung und Speisen auf den Nachhauseweg.
Zusammengefasst war es wieder ein sehr gelungenes Fest vom Stadtteil, für den Stadtteil!

Autor: Robin Samet, Leitung der flexiblen Nachmittagsbetreuung, Kinder- und Jugendzentrum Weingarten, Diakonie Verein Freiburg

Projekt „Unsere Jugendräume sind in die Jahre gekommen“ des Kinder- und Jugendzentrums – Jugendliche übernehmen Verantwortung für ihre Räume und die Kinder

1. Hintergrund und Zielgruppe des Projekts

Unsere Einrichtung ist in die Jahre gekommen, 2010 haben wir das 40jährige Jubiläum gefeiert. Die Jugendräume sind nicht mehr ansprechend, Vieles ist alt, abgenutzt und zerstört. Die Jugendlichen äußerten mehrfach den Wunsch, zu renovieren und neu zu gestalten. Durch glückliche Umstände konnten wir zwei Arbeitserzieher der Medizinischen Akademie Freiburg gewinnen, einen Zimmermann- und einen Maurergesellen, die nun mit den Jugendlichen die Renovierung professionell durchführen. Es fanden Hausversammlungen statt, bei denen mit den BesucherInnen die Planung und Durchführung zu besprochen wurden. Renoviert werden der PC-Raum und der Clubraum im Jugendbereich.

2. Ziele und Beschreibung des Projekts

Viele unserer Kinder und Jugendlichen halten sich zwischen 4 – 6 Stunden (manchmal auch länger) in den Räumen auf. Daher ist es wichtig, dass sie sich wohl fühlen.

Da die Jugendlichen beim Renovieren mithelfen, übernehmen sie Verantwortung für ihre Räume – der Zerstörung und Beschädigung wird Entgegen gewirkt. Das beste Beispiel ist der neu renovierte Tanzraum, der täglich mehrfach belegt ist und seither noch wie neu aussieht.
Ein weiteres wichtiges Ziel, ist das Einbeziehen der Jugendlichen in die Planung und Durchführung der Innengestaltung (Einrichtung einer Sitzecke, Farbgestaltung der Wände, Vorhänge, Wanddekorationen, etc.).
Mit der gemeinsamen Arbeit, welche die Jugendlichen ausführen, bekommen sie ein Verständnis für die Wertschätzung der eigenen erbrachten Leistung. Dies hat zum Ziel, dass erneuter Vandalismus eindämmt wird, ein Bewusstsein für die eigen gestaltete Umgebung, aber auch die erweiterte Anerkennung fremden Eigentums, einsetzt.
Durch die unterschiedlichen Arbeiten, die mit den Jugendlichen ausgeführt werden, können sich zudem neue berufliche Perspektiven entwickeln. Die Arbeitserzieher werden mit einer gemischten Gruppe aus Mädels und Jungs arbeiten. Um den Gruppenzusammenhalt zu stärken, soll es eine gemeinsame Vesperpause geben. Die TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit in die Tätigkeitsfelder verschiedener Handwerksberufe Einblick zu bekommen: Maler, Schreiner, Elektriker, Gipser und Maurer.

Während des Projekts können sich neue Potenziale im handwerklichen und kreativen Bereich entfalten. Die Jugendlichen sollen Spaß an der Arbeit haben und auch ihre eigenen Ideen in diesem Projekt einbringen. Das führt einerseits  zur Stärkung ihrer Motivation und andererseits haben sie Erfolgerlebnisse. Um die intrinsische Motivation der Jugendlichen für weitere Projekte zu stärken, erhalten sie ein Arbeitszeugnis.
Das nach der Beendigung des Projekts von den Arbeitserziehern ausgehändigte Zeugnis, ermöglicht den Jugendlichen eine Erleichterung beim Suchen eines Praktikumsplatzes oder einer Lehrstelle im handwerklichen Bereich. Mit Absprache der Medizinischen Akademie ist es möglich, einen Stempel vom IB als Qualitätssiegel für das Arbeitszeugnis zu bekommen.
Nach der Renovierung müssen neue Einrichtungsgegenstände angeschafft werden. Es fehlen Tische, Stühle, Sofas, Teppiche, Lampen etc.

3. Projektzeitraum/Projektumfang

Seit September 2010 findet eine energetische Außensanierung an unserem Gebäude statt, welche noch bis im Sommer d. J. andauern wird. Parallel dazu werden so nach und nach die Räume renoviert. Das ist dringend notwendig.
Die Arbeitserzieher werden 50 Tage mit den Jugendlichen arbeiten, es ist der Zeitraum vom 21.03. – 10.06.2011. Der große Clubraum und der PC-Raum werden vollständig renoviert, neu gestaltet und eingerichtet.
Die Wochenpläne mit dem genauen Verlauf der Arbeitsschritte und die Kostenkalkulation wurden von den Arbeitserziehern ausgearbeitet. Vor Arbeitsbeginn wird immer eine ausführliche Arbeitsbesprechung durchgeführt; diese dient dem Kennen lernen und der Beschreibung der auszuführenden Aufgaben und zur Vermeidung von Gefahrensituationen.

4. Nachhaltigkeit des Projekts

Die Jugendlichen werden die nächsten Jahre bei uns im Haus bleiben und haben durch ihr Engagement auch eine große Vorbildfunktion für die jüngeren Kinder. An allen Angeboten sind unsere Kinder und Jugendlichen direkt beteiligt, vor allem auch deshalb, weil wir uns bei den Angeboten an ihren Wünschen und ihren Bedürfnissen orientieren.
Die schöne Atmosphäre in den neu gestalteten Räumen kommt allen unseren BesucherInnen zu Gute. Das Team ist sich sicher, dass die Jugendlichen nicht nur stolz auf das Geleistete, auf ihre neuen Räume sein werden, sondern sich auch wohl darin fühlen und auf Ordnung und Sauberkeit achten werden.

Autorin: Romy Weidenhof, Sozialarbeiterin im Kinder- und Jugendzentrum Weingarten

Video- Projekt in Kooperation mit der Kubus³ Projektwerkstatt Freiburg

Im Rahmen des Projektes „Stärken vor Ort“ standen der Projektwerkstatt Kubus³ Gelder für ein Videoprojekt zur Verfügung, welches in Kooperation mit einer im Stadtteil Weingarten bestehenden Einrichtung durchgeführt werden soll. Der Filmemacher TomBen Guischard und Thomas Zehe von Kubus³ kamen im Frühjahr 2010 auf uns zu und besprachen mit uns die Rahmen bedingen des Projektes. Schnell konnte eine Clique gefunden werden, die sich für dieses Projekt interessierte. 13 männliche Jugendliche im Alter von 12-17 Jahren (arabisch- und türkischstämmig) arbeiteten von April bis November 2009 mit Unterstützung von den beiden Filmemachern TomBen Guischard und Thorsten Winsel an der Erstellung eines Kurzvideos, der Ende November in der Projektwerkstatt Kubus³ präsentiert wurde. Der  „Stärken vor Ort“ – Titel  lautet zunächst „My Space- Your Space“- Die Jugendlichen durften „ihren“ Stadtteil Weingarten präsentieren, ihre Lebensumstände beschreiben und andere Menschen aus Freiburg befragen, wie diese über Weingarten denken. Der Film bekam schließlich den Titel „Dort Deutscher- Hier Fremder“. Die Jugendlichen führten selber Regie, waren für die Kameraführung und die Interviews eigenverantwortlich.

In einem weiteren Workshop in den Sommerferien, wurde unter Anleitung von den Filmemachern, der Film fertig gestellt. Einer der älteren Jugendliche stellte den Film bei der Plattform „YouTube“ ein. Innerhalb der ersten Wochen wurde der Film mehr als 10.000x  abgerufen. Weiter wurde der Film beim Deutschen Videowettbewerb und dem SchülereFilmForum 2011 eingereicht. Am 1.April wurde „Dort Deutscher- Hier Fremder“ als Beitrag tatsächlich im kommunalen Kino, während dem SchülerFilmForum gezeigt. Nach anfänglicher Skepsis der Jugendlichen, fand innerhalb kürzester Zeit eine hohe Identifikation mit diesem Projekt statt, welches insgesamt in seiner Umsetzung als sehr gelungen bezeichnet werden kann.

Autorin: Lydia Kissel, Sozialarbeiterin im Kinder- und Jugendzentrum Weingarten

40 Jahre Kinder- und Jugendzentrum Weingarten

Seit vier Jahrzehnten ist das Kinder- und Jugendzentrum Weingarten eine Institution, die verlässliche soziale Arbeit bedürfnisorientiert für die Kinder und Jugendliche im Stadtteil leistet und so schon einige Generationen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden begleitet hat.

Dies war am 17. Oktober Anlass, den runden Geburtstag der Einrichtung, die in ökumenischer Trägerschaft der St. Andreas Gemeinde sowie des Diakonieverein der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde arbeitet, zu feiern. Besonders wurde der Tag auch dadurch, dass die Pfarrgemeinde Südwest zu der die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche gehört, an diesem Tag auch die feierliche Einführung ihrer neuen Pfarrerin Angelika Büchelin feierte. So konnten die Gemeinde und das Kinder- und Jugendzentrum über den ganzen Tag verteilt ein interessantes, unterhaltsames und feierliches Programm anbieten.

Bereits um 11 Uhr begann der Tag mit einem Rückblick auf 40 Jahre Kinder- und Jugendzentrum Weingarten durch die ehemalige Leiterin Christa Leypoldt-Hartwig. Es folgte einen Überblick mit vielen Bildern über die aktuellen Angebote und Aktionen durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das anschließende internationale Buffet, zu dem die Gäste eingeladen waren, wurde von den Frauen des Nachbarschaftstreffs, welches auch zum Kinder- und Jugendzentrum gehört,  mit Speisen aus ihrer Heimat bestückt.

Schon während des Mittagessens konnten sich die Gäste von den vielen Möglichkeiten überzeugen, die das Haus seinen Besucherinnen und Besucher tagtäglich bietet: Die Tonwerkstatt und der Tanzraum waren ebenso geöffnet, wie die Bücherei, in der Geschichten für die kleinsten Besucher vorgelesen wurden. Auch das Wetter hatte ein Einsehen, sodass die vielen Spielangebote, die im Hof vom „Weingartener Wägele“ aufgebaut wurden rege genutzt werden konnten. Eine besondere Attraktion war der Auftritt von Clown Akki, der nicht nur die Kinder begeisterte.


Ernster wurde es bei der Vorführung des Films „my space your space“, der in Interviews davon erzählt, wie Bürger von Freiburg den Stadtteil Weingarten sehen und welche Vorurteile über den Stadtteil grassieren. Das Publikum nutzte die Chance, nach dem Film mit dem Regisseur Tom Benn und den Jugendlichen, die die Interviews geführt hatten, engagiert zu diskutieren.

Am Nachmittag begann dann der offiziellere Teil des Festtages mit dem Empfang für Angelika Büchelin, die bereits seit Anfang September als neue Pfarrerin in dem von der Gemeinde und dem Kinder- und Jugendzentrum gemeinsam genutztem Haus arbeitet. Zahlreiche Redner hoben in ihren Grußworten diese Besonderheit hervor.

Den Abschluss des Tages bildete der Gottesdienst in dem Dekan Markus Engelhardt die Einführung der Pfarrerin Büchelin in die Gemeinde vollzog.

Die Vielseitigkeit dieses Tages war ein Abbild dessen, was täglich in Weingarten geschieht. Die an der Lebenswelt der Kinder- und Jugendlichen orientierte Arbeit des Kinder- und Jugendzentrums, die die ihre Anliegen und Bedürfnisse ihrer Schützlinge nicht aus dem Blick lässt und so seit 40 Jahren in diesem Stadtteil ein fester Bestandteil der sozialen Arbeit ist.

Autorin: Karin Seebacher, Erzieherin und Kinderpflegerin, Leitung Kinder- und Jugendzentrum Weingarten